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Nur noch das Derby zählt

Nur noch das Derby zählt

Borussia Dortmund feierte einen historischen Erfolg, Schalke 04 kassierte dagegen seine höchste Heimniederlage in der Champions League. Und das alles vor dem Revierderby in der Bundesliga am Samstag.

Der historische Triumph von Borussia Dortmund wurde ebenso schnell abgehakt wie die höchste Heimniederlage von Schalke 04 in der Champions League. Nach ihren unterschiedlich verlaufenen Auftritten in der Königsklasse zählte für die beiden Erzrivalen nur noch das Revierderby.

"Das Spiel wird uns für Samstag einen Schub geben", sagte BVB-Akteur Nuri Sahin nach dem 2:1 (1:1)-Erfolg beim FC Arsenal. Während der Vizemeister nach seinem ersten Sieg bei einem englischen Team seit 16 Jahren (1:0 bei Manchester United 1997) mit viel Rückenwind ins Duell geht, beschworen die Schalker nach dem 0:3 (0:1) gegen den FC Chelsea die Eigenarten eines Derbys. "Das Derby ist ein besonderes Spiel. Das hat man im letzten Jahr gesehen. Dortmund war dominant und wir haben gewonnen", sagte S04-Trainer Jens Keller.

Der BVB geht aber als Favorit in die emotionale Begegnung. Nach dem zweiten Sieg im dritten Gruppenspiel, und das ohne den wegen seines Ausrasters in Neapel letztmals gesperrten Jürgen Klopp, herrschte große Erleichterung. Die Tabelle der Gruppe F führt Dortmund aufgrund der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Teams der Gunners und des SSC Neapel an. "Wir haben noch zwei Heimspiele und somit das Heft des Handelns in der Hand", sagte Watzke.

Der BVB bearbeitete Arsenal, das seine Offensivstärken in keiner Phase entfaltete. Eine halbe Stunde mussten die Gunners-Anhänger auf den ersten Torschuss ihrer Mannschaft warten. Der Ausgleich von Olivier Giroud (41.) nach der frühen Führung durch Henrich Mchitarjan (16.) fiel nach einer unglücklichen Aktion von Neven Subotic und Torhüter Roman Weidenfeller. Dass der abwanderungswillige Robert Lewandowski eine Flanke von Kevin Großkreutz mit beeindruckender Selbstverständlichkeit zum Siegtreffer (82.) nutzte, war für Klopp keine Überraschung. "Man kann mir aus unterschiedlichen Gründen glauben, dass Robbi bis zum Saisonende alles für uns gibt."

Das will er auch im Derby gegen Schalke machen. Die betrieben gegen Chelsea einen hohen Aufwand, erspielten sich aber keine hundertprozentige Chance. Am Ende bestraften die Londoner die Fehler durch Treffer von Fernando Torres (5. und 69.) und Eden Hazard (87.) eiskalt. "Chelsea hatte Effizienz, Cleverness und Erfahrung", sagte Sportvorstand Horst Heldt.

Da die Ausgangslage als Tabellenzweiter mit sechs Punkten "immer noch sehr gut ist" (Keller), richteten die Königsblauen ihre Konzentration auf das emotional wichtigste Spiel der Hinrunde. Dennis Aogo freut sich auf sein erstes Spiel gegen den BVB im Schalker Trikot. "Das Derby ist wie ein Pokalspiel", sagte der Ex-Hamburger, der die Besonderheit auch aus der Entfernung mitbekommen hat: "Sonst hätte ich die letzten zehn Jahre in Quarantäne gelebt."