1. Sport
  2. Saar-Sport

Nur Neuner poliert triste deutsche Biathlon-Bilanz auf

Nur Neuner poliert triste deutsche Biathlon-Bilanz auf

Whistler. 1-1-0 statt 3-2-1: Die Halbzeitbilanz der in der Vergangenheit stets Medaillen am Fließband produzierenden Biathleten fällt mager aus. Während die deutschen Skijäger vor vier Jahren in Turin nach jeweils drei Rennen bereits sechsmal Edelmetall eingesackt hatten, sorgte bislang nur Magdalena Neuner mit Gold und Silber für Glanz. Der Rest läuft der Musik hinterher

Whistler. 1-1-0 statt 3-2-1: Die Halbzeitbilanz der in der Vergangenheit stets Medaillen am Fließband produzierenden Biathleten fällt mager aus. Während die deutschen Skijäger vor vier Jahren in Turin nach jeweils drei Rennen bereits sechsmal Edelmetall eingesackt hatten, sorgte bislang nur Magdalena Neuner mit Gold und Silber für Glanz. Der Rest läuft der Musik hinterher. "Wir werden nach den Spielen analysieren, woran es gelegen hat", kündigte DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller nach den geplatzten Sieg-Hoffnungen in den Einzelrennen am Donnerstag an. Im Massenstart am Sonntag haben Männer (19.45 Uhr) und Frauen (22 Uhr) letztmals die Gelegenheit, in Solo-Rennen Edelmetall zu sammeln. In der zweiten Olympia-Woche stehen nur die Staffeln auf dem Programm. "Jetzt greifen wir im Massenstart an", verkündete Männer-Bundestrainer Frank Ullrich trotzig. Der einstige Weltklasse-Biathlet hatte sich den Abschluss seiner Karriere als Bundestrainer ganz anders vorgestellt. Noch einmal wollte er die deutschen Skijäger um den dreifachen Olympiasieger Michael Greis zu olympischen Meriten führen, doch von der Weltspitze sind Greis und Co. derzeit so weit entfernt wie Vancouver von der Heimat. "Ich war etwas müde und platt", sagte Greis nach seinem zehnten Rang über 20 Kilometer, mit dem er bester Deutscher war. "Es war nicht zu erwarten, dass wir die Traumergebnisse von Turin wiederholen würden", sagt Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbandes. "Es wäre blauäugig gewesen, eine solche Bilanz erneut zu erwarten." Aber auch der DSV-Boss gab zu: "Das hätten sich Athleten und Trainer anders vorgestellt." dpa