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Nur Murray könnte den „Djoker“ stoppen

Rio de Janeiro. Novak Djokovic war selbst überrascht, als Michael Phelps zum fanatischen Fan avancierte. Der schwimmende Rekord-Olympiasieger aus den USA traf Djokovic in Rio zufällig auf der Straße und ließ seiner Freude über das erhaschte Selfie mit dem Tennis-Superstar freien Lauf. "Novak ist ein supernetter Kerl - umgänglich, bodenständig", schwärmte Phelps: "Es war einfach cool. Ich habe viele seiner Matches im Fernsehen gesehen." sid

Ein weiteres Zusammentreffen zwischen dem Fahnenträger des amerikanischen Teams und Djokovic wird es zumindest im Olympischen Dorf nicht geben. Während der 18-malige Olympiasieger Phelps dort wohnt, zog der Serbe ein Quartier außerhalb des Schmelztiegels vor. "Ich will hier Gold gewinnen, meine Konzentration soll nicht leiden", sagte Branchenführer Djokovic.


Etliche Experten glauben allerdings, dass den Bronzemedaillengewinner von Peking 2008 selbst nächtliche Partys im Olympischen Dorf nicht davon abhalten könnten, locker ins olympische Finale zu spazieren. Zehn Profis aus den Top 20 der Weltrangliste gehen in Rio gar nicht erst an den Start: Roger Federer und Stan Wawrinka sind verletzt, Milos Raonic und Tomas Berdych haben Angst vor dem Zika-Virus, John Isner , Dominic Thiem und Nick Kyrgios scheinbar eine Olympia-Allergie. Sie gehen lieber beim Turnier in Los Cabos/Mexiko an den Start. Als Belohnung winken anders als in Rio Punkte für das ATP-Ranking.

Wimbledonsieger Andy Murray , neben Djokovic der zweite Gold-Topfavorit, übte zumindest leise Kritik an den abwesenden Kollegen. "Es ist schade, dass sie nicht hier sind", sagte der London-Gewinner von 2012 und wunderte sich: "Normalerweise spielen die meisten besser, wenn sie für ihr Land antreten."