Nur kurz Mallorca-Stimmung

Nur kurz Mallorca-Stimmung

Die HG Saarlouis hat am Mittwochabend ihren ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert (32:23 in Hagen). Am Samstag könnte die Erfolgsserie im Heimspiel gegen den SV Henstedt-Ulzburg weitergehen.

Mit Sonderlob für einen Spieler tut sich Heine Jensen schwer. Der Trainer des Handball-Zweitligisten HG Saarlouis sieht gute Einzelleistungen immer als Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung. Nach dem Galaauftritt von Torwart Patrick Schulz beim 32:23-Sieg bei Eintracht Hagen am Mittwochabend konnte der Däne nicht anders: "Das war schon eine gute Leistung von ihm." Gerne würde er wieder eine Ausnahme machen - vorausgesetzt, die HG Saarlouis gewinnt ihr Heimspiel an diesem Samstag gegen den SV Henstedt-Ulzburg, das um 19.30 Uhr in der Stadtgartenhalle angepfiffen wird.

Die mannschaftliche Einordnung seines Lobes schiebt Heine Jensen prompt nach: "Die Abwehr vor Patrick hat sehr gut gearbeitet und hat ihm sehr gute Bedingungen geboten. Das hat er sehr gut ausgenutzt." An seinem 27. Geburtstag schaffte "Pat" Schulz 23 Paraden und hielt damit die Hälfte aller Bälle, die auf sein Tor kamen. "So eine Quote ist schon selten", sagt der Schlussmann, bevor auch er die Leistung seiner Vorderleute hervorhebt: "Wir haben uns in der Deckung einfach weiterentwickelt, und das macht es mir natürlich leichter. Ich bin auch gut in die Partie gekommen, so war es am Ende sehr zufriedenstellend. Ich kann mich nicht beschweren."

Eine gute Abwehrleistung trägt nur Früchte, wenn die Mehrzahl an Angriffen, die dadurch möglich wird, auch zu Toren genutzt wird. Auch das hat in Hagen funktioniert - die HG dominierte das Spiel vom An- bis zum Abpfiff. Im Bus ließ die Konzentration der HG-Spieler schneller nach, weder Schulz' Geburtstag noch der Neun-Tore-Auswärtssieg wurden ausgiebig gefeiert: "Am Anfang lief noch Musik von Mickie Krause, und es herrschte leichte Mallorca-Stimmung, aber das war schnell vorbei. Ich war zu platt, um auch nur ein Bier zu trinken. Die Jungs waren auch brav. Wir wissen, was am Samstag ansteht", sagt Schulz.

Mit den SV Henstedt-Ulzburg steht dann der Tabellenfünfte auf der anderen Seite des Spielfelds. "Im Gegensatz zu Hagen, wo viele Neuzugänge spielen, hat Henstedt eine eingespielte Mannschaft, die die Liga kennt. Wenn wir so spielen wie in Hagen, könnten wir vielleicht punkten", meint Schulz und warnt: "Wir müssen auf jeden Fall konsequent sein."

"Henstedt ist auf jeden Fall sehr gut in Form", sagt Heine Jensen über den Gegner, der nach zwei Niederlagen zu Beginn in den folgenden fünf Spielen nur einen Punkt abgab: "Sie verteidigen sehr aggressiv und versuchen, so ins Spiel zu kommen. Wir müssen so auftreten wie in den letzten Spielen. Trotzdem wird es ein hartes Stück Arbeit." Ob es einem seiner Spieler gelingt, ein zweites Sonderlob in Folge zu provozieren, wird sich zeigen.