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Nur die Neuen zünden nicht

Nur die Neuen zünden nicht

Die SV Elversberg hat im Sommer namhafte Spieler verpflichtet, aber außer Edmond Kapllani konnte keiner nachhaltig überzeugen. In der Winterpause will sich der Regionalligist nochmal deutlich verstärken.

Bei einem Sieg an diesem Sonntag (14 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern II überwintert die SV Elversberg als Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest. Die bisherige Bilanz fällt bei Trainer Michael Wiesinger und Sportdirektor Roland Seitz positiv aus. "Wir sind bis hierhin zufrieden. Wir stehen vernünftig da und haben uns weiterentwickelt", sagt Seitz. Beim Blick auf die Sommertransfers sieht die Bilanz anders aus. Stürmer Edmond Kapllani (34) - neun Tore in 21 Spielen - ist der einzige, der sich richtig in den Vordergrund gespielt hat. "Edmond hat sich gerade in den vergangenen Wochen sehr positiv entwickelt", sagt Wiesinger.

Ivana will angreifen

Defensivspieler Steffen Bohl hatte bislang nur acht Einsätze und fehlt seit Mitte September mit einer Schambeinentzündung. Mit einer Rückkehr auf den Platz ist bei dem 32-Jährigen frühstens Mitte März zu rechnen. Größtes Sorgenkind unter den Neuzugängen ist Milan Ivana, der vom Bundesligisten SV Darmstadt 98 kam. Der 33-Jährige kommt zwar auf 15 Einsätze, hat aber noch kein Spiel über 90 Minuten bestritten und spielte in den vergangenen vier Spielen gar keine Rolle mehr. "Ich habe in dieser Woche mit Milan ein Gespräch geführt. Er ist motiviert und will es nach der Winterpause noch einmal wissen. Für mich kann er einer der stärksten Mittelfeldspieler der Liga sein", sagt Wiesinger.

Kapllani, Bohl und Ivana wurden vor der Saison mit Verträgen von mindestens zwei Jahren ausgestattet. Leistungsträger wie Kevin Maek, Thomas Birk oder Matthias Cuntz bekamen vor der Saison nur Einjahresverträge. "Wir hätten sie mit Einjahresverträgen nicht bekommen. Das ist der Grund. Das hat mit den anderen Spielern nichts zu tun", sagt Seitz.

Julius Perstaller (Hansa Rostock) war der vierte namhafte Neuzugang im Sommer. Die Bilanz des Stürmers: 20 Spiele, ein Tor. Die eigentlichen Verstärkungen der SVE kamen aus dem eigenen Kader. Lukas Kohler, Merveille Biankadi, Sven Sellentin und Florian Bichler spielten zu Beginn keine große Rolle in der Stammelf, waren aber im Laufe der Monate nicht mehr aus der Mannschaft wegzudenken. "Diese Spieler haben die Zeichen der Zeit erkannt", sagt Wiesinger.

Vertragsgespräche ab Februar

Am 9. Januar beginnt die SVE mit der Wintervorbereitung. Sellentin (Kreuzbandriss), Bohl und Maek (Reha nach Sehnenriss bis Mitte Januar) werden nicht ins Training einsteigen. Die SVE sieht daher Handlungsbedarf. "Wir wollen für die rechte Offensivseite einen Stammspieler verpflichten und sind an zwei Kandidaten dran. Für die Innenverteidigung haben wir auch schon einen Spieler ins Auge gefasst", sagt Seitz, der ab Februar in die Gespräche mit den Spielern des aktuellen Kaders gehen möchte - auch in die Gespräche mit dem Trainer. Wiesinger hat für die kommende Saison nur einen Vertrag für die 3. Liga. "Wir werden zuerst mit dem Trainer reden und dann mit den Spielern. Wir werden unsere Hausaufgaben machen und sind guter Dinge", sagt der SVE-Sportdirektor dazu.

Ende Januar wird die SV Elversberg eine Woche ins Trainingslager nach Andalusien fliegen. Trainerstab und Spieler haben sich wegen der Unruhen und Anschläge in diesem Herbst in Antalya gegen die Türkei entschieden. Zunächst einmal gilt es für die SVE aber, am Sonntag in Kaiserslautern zu punkten. Markus Obernosterer wird aufgrund der fünften Gelben Karte fehlen.