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Nürnberger wollen die Bayern kratzen und beißen

Nürnberger wollen die Bayern kratzen und beißen

München. Albert Bunjaku ist im 180. bayerischen Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayern München an diesem Samstag, 15.30 Uhr, Hoffnungsträger der Franken, die seit vier Monaten kein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gewonnen haben. Der Stürmer hat sich als Glücksgriff entpuppt. Vor 13 Monaten holte ihn Sportdirektor Martin Bader von Drittligist Rot-Weiß Erfurt

München. Albert Bunjaku ist im 180. bayerischen Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayern München an diesem Samstag, 15.30 Uhr, Hoffnungsträger der Franken, die seit vier Monaten kein Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gewonnen haben. Der Stürmer hat sich als Glücksgriff entpuppt. Vor 13 Monaten holte ihn Sportdirektor Martin Bader von Drittligist Rot-Weiß Erfurt.

Ein halbes Jahr zuvor hatte sich Bunjaku ins Rampenlicht geschossen, als er bei Erfurts 3:4 in der ersten DFB-Pokalrunde zwei Tore gegen die Bayern erzielt hatte. Es war das "Spiel meines Lebens", sagt der 25-Jährige.

Nun soll ein weiteres folgen, "vielleicht auch ohne Bunjaku-Tor, denn es wird Zeit, dass ich mal wieder ein Tor auflege. Die Bayern sind zwar in überragender Form, aber warum sollen wir keine Chance haben?", fragt der Stürmer, der elf Saisontore erzielt hat. Optimistisch sieht auch Andreas Ottl, der mit Verteidiger Breno bis zum Saisonende vom FC Bayern an Nürnberg ausgeliehen ist, dem Duell entgegen. München habe zwar Weltklassespieler, sagte der Mittelfeldakteur: "Aber wir können für eine Überraschung sorgen. Dazu müssen wir kratzen, beißen und die Fehler der Bayern ausnutzen."

Trainer Dieter Hecking bremst Ottl und fordert, "bloß nicht übermotiviert" aufzutreten. Denn der Vorletzte aus Nürnberg schwebt auf dem vorletzten Tabellenplatz in Abstiegsgefahr - und die Bayern eilen von Erfolg zu Erfolg. 13 Pflichtspielsiege, davon neun in der Liga. Und mit einem Sieg würden die Bayern einen Rekord einstellen: Zehn Bundesliga-Erfolge nacheinander in einer Saison waren nur Borussia Mönchengladbach (1986/87) und dem VfL Wolfsburg (2008/09) gelungen.

Franck Ribéry kann bei der Rekordjagd nicht helfen. Er hat eine Unterschenkel-Prellung. Bayern-Trainer Louis van Gaal befürchtet aber keinen längeren Ausfall des Mittelfeldspielers: "Er ist verletzt, aber nicht so schwer."dpa