Nowitzkis „verrückter Ritt“ geht weiter

Brooklyn · Der deutsche Basketball-Star Dirk Nowitzki hat den nächsten Meilenstein seiner einzigartigen NBA-Karriere erreicht. In der ewigen Bestenliste der NBA-Topscorer ist der 36-Jährige jetzt bereits die Nummer sieben.

Dirk Nowitzki reckte die Arme in die Höhe. Dann strich der Superstar mit beiden Händen an der Hüfte entlang, als würde er Pistolen in den Gürtel stecken. "Es war ein verrückter Ritt", sagte Nowitzki bewegt, nachdem er mit einem Dreier den Schlusspunkt gesetzt und auch den bisher siebtplatzierten Moses Malone in der Liste der besten NBA-Werfer überholt hatte.

Der Ausnahme-Basketballer der Dallas Mavericks hob sich den besonderen Moment im Spiel bei den Brooklyn Nets bis zum Schluss auf. Kurz vor dem Ende der Verlängerung traf der 36-Jährige zum 96:88-Endstand und ließ mit nun 27 412 Punkten Malone (27 409) hinter sich. Der sechstplatzierte Shaquille O'Neal (28 596) hat noch reichlich Vorsprung, in der kommenden Saison dürfte aber auch der viermalige NBA-Champion fällig sein.

"Ich bin stolz darauf, schon die Nummer sieben in dieser elitären Rangliste zu sein", sagte Nowitzki, der in den vergangenen Wochen bereits Hakeem Olajuwon (26 946) und Elvin Hayes (27 313) eingeholt hatte. Der beste Ausländer in der ewigen Scorerliste der Profiliga wollte dem nächsten Meilenstein aber keinen zu großen Wert beimessen: "Noch glücklicher macht mich der Erfolg der Mannschaft."

Nowitzki, der bereits seine 17. Saison in Dallas spielt, feierte mit den Mavericks den 26. Sieg im 36. Spiel. Der NBA-Champion von 2011 festigte mit dem Erfolg im Big Apple seinen vierten Platz in der Western Conference und ist weiterhin absolut im Soll.

Doch nicht nur für Dallas läuft es derzeit wie erhofft, auch Nowitzki kann mit sich zufrieden sein. 15 Punkte steuerte er zum Sieg in New York bei, sein Schnitt in dieser Spielzeit liegt bei 18,4. Kann er diesen halten und absolviert die ausstehenden 46 Partien, kommt Nowitzki auf knapp 28 250 Zähler. Wieviele Punkte es zum Ende seiner bemerkenswerten Karriere sein werden, lässt sich nicht errechnen, höchstens schätzen. Bis 2017 steht er noch unter Vertrag, unter normalen Umständen sind die Top fünf also nicht zu kriegen. Aber dass ein deutscher Basketballer in einem Atemzug mit solchen Legenden genannt wird, sagt alles über seine Leistungen aus. "Er ist einfach unglaublich", lobte Trainer Rick Carlisle seinen Kapitän.

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