Fußball-Verbandsliga: Noswendel Wadern klaut Perl den Strom

Fußball-Verbandsliga : Noswendel Wadern klaut Perl den Strom

Fußball-Verbandsliga: FC gewinnt das Derby mit 6:2 und ist jetzt die Nummer eins im Kreis. Auch Brotdorf siegt.

Sven Reinig, der Trainer des Fußball-Verbandsligisten SG Perl/Besch, hatte die Gründe für die 2:6-Heimklatsche im Kreis-Derby gegen den FC Noswendel Wadern schnell ausgemacht. „Wir hatten nach dem 1:2 einfach einen totalen Stromausfall. Noswendel Wadern hat uns den Strom geklaut und daher verdient gewonnen“, so der Trainer.

Thorsten Schütte, sein Kollege vom FC Noswendel Wadern, musste über diesen Vergleich schmunzeln, doch die ganz große Freude wollte bei ihm trotz des 6:2 nicht aufkommen. „Nach kaum einer halben Stunde musste ich Marcel Lorig auswechseln, zur Pause dann noch Leander Barbian. Mit Philipp Weber fallen mir jetzt bis zur Winterpause drei Angreifer aus.“

Barbian zog sich eine Fußverletzung zu, muss in dieser Woche noch zur Kernspin-Tomographie. Lorig hat sich erneut eine Adduktorenverletzung zugezogen. „Hoffentlich ist es nicht wieder ein Riss“, sagt Schütte, der saisonübergreifend monatelang auf Lorig verzichten musste.

Zum Spiel: In der zwölften Minute foulte Perls Aaron Engeldinger den Noswendeler Barbian. Den fälligen Strafstoß verwandelte Schütte zur Gäste-Führung. Drei Minuten später erzielte Christoph Gendera, nach einer Flanke von Pascal Hurth den Ausgleich, doch innerhalb von zwei Minuten sorgte Noswendel Wadern für die Vorentscheidung: Benjamin Sauer-Theisen mit einem abgefälschten Schuss aus 20 Metern und Philipp Müller, der einen Angriff über die linke Seite abschloss, sorgten für das 3:1 nach 20 Minuten. Barbian ließ noch vor der Pause das 4:1 folgen.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Perl/Besch, wieder ins Spiel zu finden, griff früh an – und kam durch Pascal Hurth (55.) zum Anschlusstreffer. Die SG drückte danach auf den Ausgleich, doch es war nur ein kurzes Aufbäumen. „Wenn sie das dritte Tor erzielt hätten, wäre es noch mal eng geworden“, meinte Schütte, dessen Mannschaft schließlich aber wieder die Initiative ergriff und durch Müller und Felix Herrmann noch zweimal traf. „Sie waren galliger, aggressiver, in allen Bereichen besser als wir und haben deshalb verdient gewonnen“, so das Fazit von Reinig. In der Tabelle überholte der FC Noswendel Wadern die Gastgeber– und ist als Fünfter bester Kreis-Verein.

Von diesen hat am Wochenende ansonsten nur noch der FC Brotdorf einen Sieg verbucht. Beim 2:1 gegen Aufsteiger SSC Schaffhausen lag Brotdorf zur Pause mit 0:1 zurück. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann sehr viel investiert und konnten das Spiel drehen“ freute sich Trainer Hüsnü Acar. Der in der 60. Minute eingewechselte Tayfun Külekci bereitete beide Treffer vor. In der 72. Minute erzielte Stephan Jager aus der Drehung das 1:1. In der letzten Minute war es Mergim Ukaj, der nach glänzender Vorarbeit von Külekci nur noch den Fuß hinhalten musste.

Überraschend hoch mit 1:4 hat der SV Losheim zu Hause gegen den SC Großrossel verloren. „Wir haben die Anfangsphase verpennt“, erzählte Spielertrainer Nico Lalla. Großrosseln führte durch einen Treffer von Michael Eiloff und ein Eigentor zur Pause mit 2:0. Jannick Schmidt erzielte nach einer Stunde das 1:2. „Wir waren jetzt dran, hatten durch Nicolas Stoffels die Chance zum 2:2, mussten aber, als wir bedingungslos nach vorne spielten, noch zwei Gegentore hinnehmen“, so Lalla.

Der SV Wahlen-Niederlosheim war gegen Topfavorit FC Rastpfuhl nur fünf Minuten von einer weiteren Überraschung entfernt, nachdem die Mannschaft von Alexander Schmitt schon am Donnerstag mit 1:0 in Rehlingen gewonnen hatte. In der 85. Minute wurde ein Schuss von Mirco Becker, der einige Meter neben dem Kasten gelandet wäre, abgefälscht und landete zum 1:0-Endstand im Tor. Fast noch schmerzhafter als die Niederlage ist die Verletzung von Michael Lauer, der sich in Rehlingen einen Rippenbruch zuzog. 

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