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Noch kein Hauptsponsor, aber neue Ringer

Noch kein Hauptsponsor, aber neue Ringer

Köllerbach. Mit großen Schritten nimmt der KSV Köllerbach Anlauf auf die nächste deutsche Meisterschaft. Eine Gratwanderung, denn noch immer fehlt dem Verein ein Hauptsponsor für die kommende Saison. Gleichzeitig ist bei der Zusammenstellung des Kaders Eile geboten. Der nicht geplante Weggang von Konstantin Völk (Freistil bis 84 Kilo) zum ASV Mainz 88 zeigt: Die Konkurrenz schläft nicht

Köllerbach. Mit großen Schritten nimmt der KSV Köllerbach Anlauf auf die nächste deutsche Meisterschaft. Eine Gratwanderung, denn noch immer fehlt dem Verein ein Hauptsponsor für die kommende Saison. Gleichzeitig ist bei der Zusammenstellung des Kaders Eile geboten. Der nicht geplante Weggang von Konstantin Völk (Freistil bis 84 Kilo) zum ASV Mainz 88 zeigt: Die Konkurrenz schläft nicht.

Das Grundgerüst des Vizemeisters bleibt - nämlich die Freistilringer Andrei Dukov (Klasse bis 55/60 Kilo), Lyuben Iliev (96 Kilo) und Dimitar Kumchev (bis 120 Kilo) sowie die Griechisch-römisch-Spezialisten Heiki Nabi (bis 120 Kilo) und Melonin Noumonvi (bis 96 Kilo). Außerdem konnte der Verein bisher drei deutsche Leistungsträger weiterverpflichten: Andrej Shyyka (Freistil bis 74/84 Kilo), Timo Badusch (griechisch-römischer Stil bis 74 Kilo) und Martin Daum (Freistil bis 74 Kilo). "Mit Jan Fischer verhandeln wir immer noch", sagt Vereins-Chef Hilmar Rehlinger, "hoffen aber, dass wir uns noch einig werden."

Einig sind sich die Köllerbacher auch mit Neuzugängen. Der 24-jährigen Maciej Balawender, ein polnischer Freistilringer, wird die Gewichtsklasse bis 84 Kilo verstärken. Der Franzose Tarik Belmadani, 25 Jahre alt und Griechisch-römisch-Spezialist, wird in der Klasse bis 66 Kilo ringen. In der gleichen Gewichtsklasse, allerdings im freien Stil, steht der KSV Köllerbach kurz vor der Verpflichtung eines absoluten Weltklasse-Athleten: Nach SZ-Informationen wird Radoslav Velikov, Weltmeister von 2006 und Olympiadritter 2008, zum KSV wechseln. Weitere Neuzugänge sind nicht ausgeschlossen.

Die oberen Gewichtsklassen sind für die Köllerbacher in der Personalplanung weniger problematisch. Auch wenn die vom Deutschen Ringer-Bund bisher zugelassenen zwei Kilo Gewichts-Toleranz wegfallen. Die Ringer starten dann gegebenenfalls in der nächsthöheren Gewichtsklasse. Die Löcher, die durch die Regeländerung in den Kader gerissen werden, sind in den mittleren und unteren Gewichtsklassen. Die versucht der KSV Köllerbach nun zu stopfen - mit dem eigenen Nachwuchs. Bis 55 und 60 Kilo wird der Bundesligist auf Valentin Seimetz (Freistil), Dennis Decker und Antonio von Tugginer (beide griechisch-römischer Stil) setzen.

Sorgen bereitet dem KSV Köllerbach im Grunde nur die schwierige Suche nach einem Hauptsponsor. "Unsere Reserven sind seit letzter Saison aufgebraucht", erklärt Rehlinger, "ohne Hauptsponsor werden wir die Runde nicht überstehen." aub