Nicht nur schöne Reden

Nicht nur schöne Reden

Bonn. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat zehn Jahre nach ihrer Gründung Erfolge vorzuweisen, stand aber auch oft im Kreuzfeuer der Kritik

Bonn. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat zehn Jahre nach ihrer Gründung Erfolge vorzuweisen, stand aber auch oft im Kreuzfeuer der Kritik. "Das zehnjährige Bestehen ist ein Anlass zu feiern, weil die Nada eine ganz erfreuliche Entwicklung durchlaufen hat", sagt Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), vor der Jubiläumsfeier heute in Bonn: "Natürlich hat es in den zehn Jahren auch große Prüfungen gegeben."So hat es seit der Nada-Gründung 2002 auf der Führungsebene häufig personelle Wechsel gegeben. In den ersten acht Jahren gaben sich drei Geschäftsführer die Klinke in die Hand. Seit 15. September 2011 hat die Bonner Agentur mit Andrea Gotzmann und Lars Mortsiefer eine Doppelspitze, die seit einer Strukturreform als hauptamtlicher Nada-Vorstand fungiert. In dieser kurzen Zeit ist auch das neue Duo schon mächtig unter Druck geraten - insbesondere im Ringen um die finanzielle Absicherung. Gotzmann sagt: "Bei einer Institution, die eine so hohe Bedeutung hat und die Werte des Sports schützen soll, da gibt es auch Reibungspunkte." Und richtig Stress. Nach langem Zögern bewilligte der Bund in letzter Minute noch eine Million Euro für das operative Geschäft der Nada - vor allem für die Doping-Kontrollen - im nächsten Jahr.

"Es ist eines der großen Ziele, die wir uns für die nächste Dekade vornehmen, nämlich finanziell langfristig planen zu können, dass die Nada auf solide Füße gestellt wird", sagte Gotzmann. Beim Festakt im Alten Bonner Rathaus wird es deshalb nicht nur schöne Reden geben. dpa

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