Neuzugang Boné Uaferro soll Schwäche des FCS bei Defensivstandards beheben

1. FC Saarbrücken : Uaferro soll die FCS-Schwäche bei Defensivstandards beenden

Neuzugang von Fortuna Köln ist begeistert von der Saarbrücker Spielstärke. An diesem Mittwoch Testspiel in Lautenbach gegen Sandhausen.

Beim 4:1 (1:1)-Erfolg über den belgischen Fußball-Zweitligisten Royal Exelsior Virton zeigten die Spieler von Regionalliga-Vizemeister 1. FC Saarbrücken am Samstag im Dillinger Parkstadion eine überragende Frühform. Zeitweise spielten sie den jetzt von Dino Toppmöller trainierten Gegner schwindlig. Einziger Schönheitsfehler in der nahezu makellosen Vorstellung der Blau-Schwarzen war die Gästeführung durch den früheren Saarbrücker Samir Hadji – ein Kopfballtreffer nach einem Eckstoß (40.).

„Wenn der Gegner mit einer solchen Wucht kommt und dann noch ein Abwehrspieler geblockt wird, ist das schwer zu verteidigen“, sagt Innenverteidiger Boné Uaferro. Er ist einer der Neuzugänge, die die mittlerweile fast schon traditionelle Schwäche des FCS bei Defensivstandards eigentlich beheben sollen. Die vergangenen vier Jahre spielte Uaferro für Drittligist Fortuna Köln, konnte in der abgelaufenen Saison trotz überragender Leistung den Abstieg der Südstädter nicht verhindern. „Wenn der Erfolg der Mannschaft fehlt, sieht es auch für den Einzelnen nicht gut aus“, sagt der 27-Jährige, „der Kontakt nach Saarbrücken besteht schon seit über zwei Jahren. Marcus Mann hat mir das Ganze schmackhaft gemacht. Nach vier Jahren gegen den Abstieg wollte ich endlich auch mal oben mitspielen.“

Vergangene Woche war dann auch der Möbelwagen da. Der in Berlin geborene Boné konnte die neue Wohnung für sich, seine Frau Jenny und die einjährige Tochter Melia einrichten. „Ich bin froh, dass sie da sind. Familie ist ein ganz wichtiger Faktor in meinem Leben“, sagt der 1,91 Meter große gelernte kaufmännische Assistent für Wirtschaft und Sozialversicherung, „ich habe auch schon nach schnellen Verbindungen nach Berlin geschaut, auch wenn wir sie während der Saison nicht oft nutzen können.“

Die langen Reisen waren auch ein Grund, warum er trotz mehrfacher Anfragen letztlich keine Karriere als Nationalspieler Mosambiks, dem Heimatland seines Vaters, gemacht hat. „Die wollten mich während der Saison für mehrere Wochen abziehen. Dann ist das ja auch nicht gerade ein kurzer Flug“, erzählt der Neu-Saarbrücker, „und da ist ja noch die afrikanische Organisation. Das wollte ich mir nicht antun.“

Zwar läuft Uaferros Vertrag beim FCS nur ein Jahr, eine Notlösung waren die Malstatter aber nicht. „Die spielerische Qualität in der Mannschaft ist enorm. Das hatte ich so bei Fortuna nicht. Es macht richtig Spaß, mit den Jungs den Ball laufen zu lassen“, sagt Uaferro, „für mich war klar: Wenn Regionalliga, dann nur Saarbrücken. Das ist ein Verein mit Tradition und Ambitionen. In den letzten Jahren hat es mit dem Aufstieg nicht geklappt, aber diesmal ist der FCS dran.“

Weiter am Makel „Defensivstandard“ können die Saarbrücker an diesem Mittwoch arbeiten. Und zwar gegen einen hochkarätigen Gegner, der FCS testet um 17 Uhr in Lautenbach im Nordschwarzwald gegen Zweitligist SV Sandhausen, der sich dort im Trainingslager befindet.

Gegen einen Zweitligisten geht es für den FCS auch in der ersten Runde des DFB-Pokals. Am kommenden Dienstag startet für Mitglieder und Dauerkarteninhaber der Vorverkauf zum Spiel gegen Jahn Regensburg am Sonntag, 11. August (15.30 Uhr). Karten gibt es nur im FCS-Fanshop, teilte der Verein mit. Die erste Verkaufsphase geht bis 31. Juli, der freie Verkauf startet dann am Freitag, 2. August, um 12 Uhr im Fanshop. Aufgrund der geringen Kapazität der Tribüne gibt es im freien Verkauf keine Sitzplatzkarten.

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