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Neureuthers Auftrag für das Finale der Gewinn der Kristallkugel

Méribel. Agentur

Auf markige Sprüche vor dem entscheidenden Duell um die Slalom-Kugel verzichtete Felix Neureuther . Nach der verpassten ersten Chance in Kranjska Gora vergangenes Wochenende will sich der 30-Jährige ganz auf sich konzentrieren und "nicht von Nebengeräuschen durcheinanderbringen lassen". Dann werde es "schwer für die anderen".

Bester Slalom-Fahrer der Welt - an diesem Sonntag (von 9 Uhr an/ARD und Eurosport) kann sich Neureuther diesen Traum seiner Kindheit erfüllen und eine lange Durststrecke des Deutschen Skiverbandes im Herrenbereich beenden. Seit 25 Jahren gab es keinen Sieg mehr in einem alpinen Disziplinweltcup. "Die Kugel ist der wichtigste Auftrag für das Finale", betonte Alpinchef Wolfgang Maier.

55 Punkte Vorsprung hat Neureuther auf seinen Verfolger Marcel Hirscher vor dem letzten Weltcup-Slalom des WM-Winters. Wird der zweimalige WM-Medaillengewinner im französischen Méribel mindestens Vierter, hat er die Disziplinwertung vor Hirscher gewonnen.

Die Rechenspiele will Maier aber vermeiden. "Wenn du die Kugel gewinnen willst, dann musst du es aus eigener Kraft schaffen", sagte er. Hirscher "bleibt einfach ein extrem hartnäckiger Gegner, den man nur abschütteln kann, wenn man ihn aus eigener Kraft schlägt", meinte der Alpinchef. Im Riesenslalom hat Hirscher die Wertung bereits vorzeitig für sich entschieden. Neben den nun drei Kugeln in dieser Disziplin gewann der 26-Jährige in den vergangenen Jahren zudem schon zwei Mal die Trophäen im Slalom und holte drei Mal den Gesamtweltcup. Auch in diesem Jahr steht er vor dem Gesamtsieg.

Österreichs Ski-Star inszeniert sich allerdings als Außenseiter. "Der Felix hat einen sehr guten Vorsprung, ein Punktepolster. Deshalb ist der Felix der Favorit", kommentierte Hirscher.