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Neue Gesichter werden kaum erwartet

Köln. Nach der Europameisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft: In der kommenden Woche steigt mit dem Duell gegen Norwegen schon das erste WM-Qualifikationsspiel. Vier Tage zuvor wird Bastian Schweinsteiger verabschiedet. sid

Wahrscheinlich wenig frisches Blut wird Bundestrainer Joachim Löw der Fußball-Nationalmannschaft beim Abschied von Kapitän Bastian Schweinsteiger und der ersten Zusammenkunft nach der EM zuführen. Wenn Löw heute sein Aufgebot für das Länderspiel am 31. August (20.45 Uhr/ZDF) in Mönchengladbach gegen Finnland und das erste WM-Qualifikationsspiel am 4. September (20.45 Uhr/RTL) in Norwegen beruft, wird der Kader voraussichtlich größtenteils Spieler von der EM umfassen.



Ein letztes Mal wird nach seiner Abschieds-Ankündigung Schweinsteiger zum Team gehören - allerdings nur für das Spiel in Mönchengladbach. Im Borussia-Park wird der Weltmeister von Manchester United sein 121. und letztes Länderspiel bestreiten. Das Spiel steht deshalb unter dem Motto: "Servus, Basti!" Lukas Podolski (Galatasaray), der ebenfalls seinen Rücktritt erklärt hat, erhält auch ein Abschiedsspiel. Da der Ex-Kölner momentan jedoch an einem Außenbandriss laboriert, wird der Abschied unter dem Motto "Tschö, Poldi!" später steigen.

Die kommenden Hoffnungsträger für die DFB-Auswahl spielten bis vor wenigen Tagen noch bei Olympia. Es ist unwahrscheinlich, dass Löw aus dieser Gruppe, die die Vorbereitung bei ihren Vereinen größtenteils verpasst hat, gleich wieder Spieler abzieht.

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen ), Joshua Kimmich (Bayern München) und Julian Weigl (Borussia Dortmund ) dürften dagegen wieder zum Team gehören. Möglich erscheint allenfalls das Debüt von Mitchell Weiser (Hertha BSC ) oder Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach ), die wegen Europacup-Qualifikationsspielen ihrer Klubs nicht zu Olympia durften. Leroy Sané ist bei Manchester City auch gerade erst ins Training eingestiegen.

Verletzt ist aus dem EM-Kader noch Deutschlands Fußballer des Jahres Jérôme Boateng (Bayern München) wegen seines im Halbfinale gegen Frankreich (0:2) erlittenen Muskelbündelrisses. Weiter fehlt auch Antonio Rüdiger (AS Rom , Außenbandriss).



Am Tag des Länderspiels gegen Finnland schließt das Transferfenster in Europa. Offen ist die Zukunft bei drei Spielern: Bei Shkodran Mustafi (FC Valencia ) gestalten sich die Verhandlungen mit dem FC Arsenal schwerer als gedacht. Der ebenfalls von Arsenal umworbene Julian Draxler ist wechselwillig, der VfL Wolfsburg will ihn aber nicht ziehen lassen. Schweinsteiger hat nach einer Ausmusterung in Manchester einen Wechsel innerhalb Europas ausgeschlossen.