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Neue Chance in der alten Heimat?

Neue Chance in der alten Heimat?

Saarbrücken. Vor genau einem Jahr kämpfte Sven Sökler mit dem SV Darmstadt 98 um den Aufstieg aus der Fußball-Regionalliga. Am Sonntag kehrt der Mittelfeldspieler mit dem 1. FC Saarbrücken erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Ich hatte in Darmstadt zweieinhalb tolle Jahre, an deren Ende der Aufstieg in die 3

Saarbrücken. Vor genau einem Jahr kämpfte Sven Sökler mit dem SV Darmstadt 98 um den Aufstieg aus der Fußball-Regionalliga. Am Sonntag kehrt der Mittelfeldspieler mit dem 1. FC Saarbrücken erstmals an seine alte Wirkungsstätte zurück. "Ich hatte in Darmstadt zweieinhalb tolle Jahre, an deren Ende der Aufstieg in die 3. Liga stand", erinnert sich der 27-Jährige aus Nagold, rund 50 Kilometer südlich von Pforzheim: "Darum wird das am Sonntag auch kein ganz normales Spiel für mich. Die Familie wird da sein und viele Freunde."Sökler weiß, was den 1. FC Saarbrücken ab 14 Uhr im altehrwürdigen Stadion am Böllenfalltor erwartet. "Die Fans werden die Mannschaft 90 Minuten lang puschen, das kann ein richtiger Hexenkessel werden", sagt Sökler und warnt vor den Qualitäten der Lilien: "Das ist eine Mannschaft, die um jeden Zentimeter Boden kämpft und versucht, ihr Kurzpassspiel durchzubringen."

Passspiel und Spielfreude zeichneten Sökler und den FCS zu Beginn dieser Saison aus. Der 1,75 Meter große Mittelfeldwirbler hatte sich schnell an die gesteigerte Härte und das höhere Tempo der 3. Liga gewöhnt. Vier Tore und sechs Vorlagen gehen bislang auf sein Konto. "Ich muss mich auch im Umfeld wohlfühlen, damit ich gut Fußball spielen kann. Das war beim FCS von der ersten Minute an der Fall. Die Mitspieler haben es uns Neuen leicht gemacht", sagt Sökler.

Doch die Klasse und die Leichtigkeit der ersten Spiele sind dem FCS und seinem Mittelfeld abhandengekommen. Die Suche nach den Gründen beschäftigt auch Sökler. "Ich kann es mir nicht erklären. Vielleicht sind wir mit der Erwartungshaltung nicht zurecht gekommen", sagt er und meint auch die gestiegenen internen Ansprüche: "Wir können ja die Tabelle lesen. Und im Hinterkopf war schon bei jedem der Aufstieg und die 2. Liga."

Söklers Form - und nicht nur seine - war in den vergangenen Wochen wenig zweitligatauglich. "Dass ein Spieler mal eine Schwächephase hat, ist normal. Wenn wir das nicht hätten, würden wir vielleicht noch deutlich höher spielen", sagt Sökler, der die letzten Spiele meist von der Bank miterleben musste. "Es lief nicht, der Trainer musste etwas ändern. Ich muss im Training Gas geben, damit ich meine Chance wieder bekomme. Vielleicht ja sogar schon am Sonntag."

Dieses nicht alltägliche Spiel in Darmstadt möchte Sökler mit gewohnten Abläufen angehen. "Das ist alles Routine. Wir reisen einen Tag vorher an. Auf der Fahrt zum Stadion höre ich Musik von Bushido, und dann geht es los. Der erste Dreier in diesem Jahr ist enorm wichtig. Vielleicht können wir dann befreiter aufspielen. Wir wissen, dass wir mit nur 80 oder 90 Prozent gegen keine Mannschaft bestehen werden." Deswegen wird Sven Sökler in Darmstadt wieder kämpfen - diesmal aber für den FCS.

Das abgesagte Heimspiel gegen den VfR Aalen wurde neu terminiert. Die Partie findet am 13. März um 19 Uhr im Ludwigsparkstadion statt.