Neue Chance für Julvécourt

Saarlouis. Beim Handball-Zweitligisten HG Saarlouis will man endlich mal wieder gewinnen. Nach acht Spielen ohne Sieg und dem Absturz auf den 15. Tabellenplatz will die Mannschaft von Trainer Goran Suton im Heimspiel an diesem Samstag gegen den DHC Rheinland (19

 Jonathan Julvécourt (links, hier im Spiel gegen Bietigheim) wird der HG Saarlouis bis Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch der Verein will dem Franzosen, der sich einer Knie-Operation unterziehen muss, dennoch ein neues Vertragsangebot machen. Foto: Rolf Ruppenthal

Jonathan Julvécourt (links, hier im Spiel gegen Bietigheim) wird der HG Saarlouis bis Saisonende nicht mehr zur Verfügung stehen. Doch der Verein will dem Franzosen, der sich einer Knie-Operation unterziehen muss, dennoch ein neues Vertragsangebot machen. Foto: Rolf Ruppenthal

Saarlouis. Beim Handball-Zweitligisten HG Saarlouis will man endlich mal wieder gewinnen. Nach acht Spielen ohne Sieg und dem Absturz auf den 15. Tabellenplatz will die Mannschaft von Trainer Goran Suton im Heimspiel an diesem Samstag gegen den DHC Rheinland (19.30 Uhr, Stadtgartenhalle) an die Leistung aus dem vergangenen Spiel (26:26 beim TV Bittenfeld) anknüpfen - aber die Ausbeute von einem Punkt verdoppeln.

"Mehr als 100 Prozent geben"

Der Gegner aus Dormagen steht aus finanziellen Gründen seit einigen Wochen als Absteiger in die 3. Liga fest. "Wir sind überhaupt nicht in der Lage, irgendjemanden zu unterschätzen. Das lassen die Tabellensituation und die Ergebnisse der letzten Wochen nicht zu", warnt Neu-Trainer Suton, der die HG erstmals in der Stadtgartenhalle betreut, seine Mannschaft und argumentiert: "Das letzte Heimspiel des TV Korschenbroich (32:30-Sieg gegen SG Bietigheim, Anm. d. Red.) hat gezeigt, dass auch die Mannschaften, die zwangsmäßig absteigen, eine gewisse Qualität besitzen." Deshalb müsse seine Mannschaft "mehr als 100 Prozent geben, um den ersten Heimsieg seit Langem einzufahren".

Dabei plagen die HG Saarlouis derzeit Verletzungsprobleme. Rückraumspieler Jonathan Julvécourt wird wegen einer anstehenden Knie-Operation bis zum Saisonende ausfallen (wir berichteten), und Torwart Darius Jonczyk ist wegen einer Erkältung möglicherweise nicht einsatzfähig. Das entscheidet sich allerdings erst vor dem Spiel. "Wir müssen jetzt damit umgehen, dass Julvécourt nicht mehr spielen wird. Das schränkt uns schon ein bisschen ein, weil wir nur noch vier Rückraumspieler zur Verfügung haben. Aber wir haben genug Spieler, um einen Sieg einzufahren", sagt Goran Suton selbstbewusst.

Das Aufbrechen der alten Verletzung beim Franzosen ist für Richard Jungmann kein Grund dafür, seinen Vertrag nicht zu verlängern: "Wir stehen ihm gegenüber auch in einer gewissen Fürsorgepflicht. Wir wollen für den Verein und den Spieler das Beste und werden einen Vertrag machen", erklärt der Vereins-Chef: "Wir werden dann sehen, wie er sich nach der Operation entwickelt. Wir hoffen, dass er wieder so auftreten kann, wie in der Hinrunde und zu seiner alten Leistungsfähigkeit zurückfindet. Dann werden wir auch darüber hinaus mit ihm planen."

Leist und Krings sollen bleiben

Sehr wahrscheinlich ist, dass die HG auch mit Rechtsaußen Philipp Leist und Rückraumspieler Merten Krings weiter plant. Die Vertragsverhandlungen für die kommende Saison stehen mit beiden offensichtlich vor dem Abschluss: "Die Gespräche laufen sehr gut", kommentiert Jungmann den Stand der Dinge. Leist und Krings sind die beiden letzten offenen Posten. Im Laufe der Woche vermeldete der Verein die Vertragsverlängerung mit Bartosz Janiszewski, davor die von Dirk Holzner.

Einzig die Suche nach einem Ersatz für den scheidenden Torwart Jan Peveling und den per Zweitspielrecht zu Erstligist Frisch Auf Göppingen gewechselten Rückraumspieler Daniel Fontaine läuft noch. Oder? "Wir sind in Gesprächen und hoffen, dass wir zügig vorankommen", sagt Vereins-Chef Jungmann. Und Trainer Suton ergänzt: "Ich hoffe, dass wir das nächste Woche vermelden können." Namen der potenziellen Neuzugänge wollten beide nicht nennen.

hg-saarlouis.de

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