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Fußball-Regionalliga
Neubauer ist der Homburger Top-Neuzugang

 Im Sommer 2018 kam Maurice Neubauer (rechts, hier im Testspiel gegen Etzella Ettelbrück) zum FC Homburg – und ist beim Fußball-Regionalligisten direkt zu einem unbestrittenen Stammspieler geworden.
Im Sommer 2018 kam Maurice Neubauer (rechts, hier im Testspiel gegen Etzella Ettelbrück) zum FC Homburg – und ist beim Fußball-Regionalligisten direkt zu einem unbestrittenen Stammspieler geworden. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Der 22-Jährige hat beim Regionalligisten alle Spiele über die volle Distanz bestritten. Am heutigen Dienstag testet der FCH beim FCK. Von Ralph Tiné

Schon sechs Wochen vor dem Restrundenstart präsentieren sich die Spieler des FC Homburg topmotiviert. Eine ganze Stunde vor Trainingsbeginn ist fast die gesamte Mannschaft in den Katakomben des Homburger Waldstadions im kompletten Trainingsdress und startbereit. „So muss das sein“, kommentiert Trainer Jürgen Luginger, der wenig später am Stadion eintrifft, den Eifer seiner Jungs lachend und gut gelaunt. In der Saarpfalz herrscht offensichtlich große Lust auf die verbleibenden 14 Partien in der Regionalliga Südwest.


Lust, unter Wettkampfbedingungen auf den Platz zurückzukehren, hat auch Maurice Neubauer. Allerdings ist die Stimmung bei ihm derzeit getrübt. Der Linksverteidiger, der vor der Saison vom Ligakonkurrenten FSV Mainz 05 II nach Homburg gewechselt ist, hat sich vergangene Woche eine Wadenverhärtung zugezogen. Ob er in den ersten beiden Testspielen – am heutigen Dienstag beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern (14.30 Uhr, Fritz-Walter-Stadion, Platz 4) und am Mittwoch beim Verbandsligisten SV Morlautern (18.30 Uhr, Kunstrasenplatz Morlautern) – teilnehmen kann, ist fraglich.

Dass „Mo“ von vielen Beobachtern bislang als der beste Neuzugang der Homburger eingestuft wird, bezeichnet sein Trainer Luginger als „absolut verdient. Er hat sehr konstante Leistungen gebracht.“ Der 22-jährige Neubauer selbst ist „sehr zufrieden bis jetzt. Klar gibt es immer noch Potenzial nach oben, wirklich zufrieden ist man nie. Aber ich habe mich hier sehr gut zurechtgefunden.“ Vor allem die Flanken des Linksverteidigers, der oft mit langen Sprints über die Außenbahn die Homburger Offensive ankurbelt, suchen in der Liga ihresgleichen. Das war allerdings nicht immer so. „Flanken waren früher nicht meine Stärke, aber ich habe in den letzten Jahren viel daran gearbeitet. Und es wird immer besser“, erzählt Neubauer.



Beim FCH ist der junge Spieler erste Wahl, wenn es um Eckbälle und Freistöße von außen geht. Fünf Mal führten Vorlagen des Linksfußes zu Toren für den Tabellensechsten. Dass er defensiv noch den ein oder anderen Fehler drin hat, sieht sein Trainer als ganz normal an. „Sonst würde er nicht für uns in der Regionalliga spielen“, sagt Luginger über seinen hoch veranlagten Schützling. In den bisherigen 20 Spielen stand der gebürtige Recklinghausener immer über die volle Distanz auf dem Platz – eine eindrucksvolle Bestätigung, dass auf der linken Abwehrseite des FCH derzeit kein Weg an Neubauer vorbeiführt.

Dass beim FCH der Blick mittelfristig in Richtung 3. Liga geht, gefällt Neubauer, entspricht das doch dem Weg, den er auch persönlich gehen möchte. „Ich will so hoch wie möglich Fußball spielen, vielleicht auch nicht nur Regionalliga“, sagt der Profi, der im französischen Forbach lebt, über seine Zukunftspläne und fügt hinzu: „Ich habe mit Mainz ein Jahr lang in der 3. Liga gespielt, da hat man Blut geleckt. Es ist ein Traum, dort zu spielen.“

Der FCH gab gestern die Verpflichtung von Ihab Darwiche bekannt. Der Offensivspieler kommt von Liga-Rivale Kickers Offenbach und erhält einen Anderthalb-Jahres-Vertrag bis Sommer 2020. Ausgebildet wurde der 25-Jährige bei Schalke 04. Für den OFC schoss der Deutsch-Libanese in 62 Regionalligaspielen 12 Treffer und gab 16 Torvorlagen.