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Neid und Behringer dürfen hoffen

Neid und Behringer dürfen hoffen

Der Weltfußballer 2016 wird kein Deutscher sein. Nominiert sind diesmal Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Antoine Griezmann. Dafür haben die deutschen Frauen in zwei Kategorien Chancen auf den Titel.

Das Warten geht weiter: Auch ein Vierteljahrhundert nach Lothar Matthäus wird der Weltfußballer kein Deutscher sein. Neben den üblichen Serientätern Lionel Messi (Argentinien) und Cristiano Ronaldo (Portugal) darf diesmal Antoine Griezmann (Atlético Madrid ) auf die begehrte Auszeichnung des Weltverbandes Fifa hoffen. Die offizielle Kür findet am 9. Januar in Zürich statt. Bei der Wahl stimmten neben den Spielführern der Nationalmannschaften, den Nationaltrainern und 200 ausgewählten Journalisten auch die Fans ab. Die Stimmen der Kapitäne und Trainer zählten zu 50 Prozent, genau wie die der Medienvertreter und Anhänger.

Manuel Neuer , Mesut Özil und Toni Kroos , die es allesamt in die 23 Spieler umfassende Vorauswahl geschafft hatten, fielen dabei durch das Sieb. Damit bleibt Rekordnationalspieler Matthäus (1991) vorerst der einzige deutsche Weltfußballer. Fast alles spricht nun für Ronaldos vierten Erfolg, da er Madrid zum Champions-League-Sieg und sein Nationalteam zum EM-Titel führte.

Deshalb darf wohl auch Portugals Nationaltrainer Fernando Santos auf die Auszeichnung zum Welttrainer hoffen. Zu den Top Drei gehören zudem Claudio Ranieri (Italien) vom englischen Meister Leicester City sowie Ex-Weltfußballer Zinedine Zidane (Frankreich) von Real Madrid . Sieben deutsche Nationalspieler dürfen auf die Berufung in die Weltauswahl der Fifa hoffen.

Während die Deutschen bei den Männern 2016 eine untergeordnete Rolle spielten, sind bei den Frauen dank des Olympiasieges der DFB-Auswahl in Rio gleich zwei Auszeichnungen möglich. Ex-Bundestrainerin Silvia Neid könnte zum dritten Mal nach 2010 und 2013 zur Welttrainerin im Frauenfußball gekürt werden. Neben ihr werden im Januar Jill Ellis (USA) und Pia Sundhage (Schweden) Chancen haben. Bei der Wahl zur Weltfußballerin schaffte es Melanie Behringer, die in Rio Torschützenkönigin wurde, unter die besten Drei. Die 31-Jährige von Bayern München muss sich gegen Carly Lloyd (USA) und Marta (Brasilien) durchsetzen.