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Negativserie beendte: FC Homburg erkämpft sich 1:0 beim FK Pirmasens

Hart erkämpfter Arbeitssieg : FCH bricht Derby-Negativserie mit viel Leidenschaft

Fußballerisch war der Homburger 1:0-Sieg beim FK Pirmasens kein Leckerbissen. Verdient war er, weil die Gäste stark kämpften.

Nach 16 Jahren endlich wieder ein Sieg beim FK Pirmasens. „Die Jungs haben die Geschichte erfolgreich umgeschrieben. Das freut mich für den gesamten Verein – der Druck war schon groß, hier mal wieder zu gewinnen“, sagte Trainer Timo Wenzel nach dem 1:0 (0:0)-Erfolg seines FC Homburg im Saarpfalz-Derby bestens gelaunt. Ein fußballerischer Leckerbissen war bei der Regionalliga-Partie am Freitagabend vor 1033 Zuschauern im Sportpark Husterhöhe von vornherein nicht zu erwarten.

„Wir wussten, dass es hier ganz eklig wird, weil Pirmasens gar keinen Fußball spielen will. Die hauen die Bälle vorne rein – das war’s“, sagte Markus Mendler. Er war es, der acht Minuten vor dem Ende per Elfmeter zum Goldenen Tor und zum vierten Homburger Sieg in Serie traf. Mendler selbst hätte die Weichen schon früher auf Sieg stellen können. Nach einem weiten Befreiungsschlag behauptete sich Patrick Dulleck stark im Zweikampf und bediente den völlig freien Mendler. Der 28-Jährige steuerte allein auf FKP-Torwart Benjamin Reitz zu, schoss aber zu früh und knallte die Kugel genau auf den Schlussmann (20. Minute). „Wenn wir da durch Markus das 1:0 machen, bekommen wir sicherlich mehr Ruhe in unser Spiel“, mutmaßte Wenzel.

So aber entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der die Heim­elf sogar die besseren Chancen besaß. Etwa in der 25. Minute, als zwei der vielen Saarländer im FKP-Dress bei der besten Pirmasenser Chance im Mittelpunkt standen. Ein abgefälschter Schuss des in Einöd aufgewachsenen und dort lebenden Mittelfeldspielers Daniel Bohl landete im Strafraum bei Arman Ardestani. Der in der Jugend beim FCH spielende Deutsch-Iraner tauchte frei vor David Salfeld auf – doch Homburgs Torwart vereitelte per Fußabwehr gerade so das 0:1. Dann bediente Ardestani im Strafraum Luka Dimitrijevic, aber auch der bei der Spvgg. Einöd-Ingweiler groß gewordene Mittelfeldspieler scheiterte an Salfeld (31.).

Die Grün-Weißen erspielten sich nur selten Chancen. „Es war sicher nicht alles gut, aber wir haben immer wieder gute spielerische Ansätze aufblitzen lassen“, sagte Wenzel. In einem anderen Punkt konnte er dafür vollauf zufrieden sein: „Die Leistungsbereitschaft, diese Leidenschaft, um jeden Ball zu kämpfen: Das war heute der entscheidende Punkt – und das haben wir von der ersten Sekunde an gemacht.“ Und so verdiente sich der von Verletzungen gebeutelte FCH (neben Philipp Hoffmann musste auch Seonghoon Cheon kurzfristig passen) irgendwo das nötige Glück, um die Negativserie in Pirmasens zu beenden. FKP-Torwart Reitz ließ eine Flanke des eingewechselten Loris Weiss aus den Händen gleiten. Der Ball landete bei Marco Hingerl, der von Reitz gelegt wurde. Das Elfmeter-Geschenk nahm Mendler dankend an, knallte die Kugel trocken ins linke Eck – und sorgte für kollektive Erleichterung. „Zu Anfang der Saison hatten wir einige Male viel Pech – jetzt gleicht sich das eben aus“, meinte Homburgs Ex-Pirmasenser Philipp Schuck. Den Lauf möchte der nun achtplatzierte FCH (14 Punkte) an diesem Dienstag um 19 Uhr zuhause gegen den Zweiten Bahlinger SC fortsetzen.