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Nationalspielerin Lena Lattwein aus Hüttigweiler nach Gehirnerschütterung fit

Frauenfußball : Nationalspielerin Lattwein nach Gehirnerschütterung fit

Die Hüttigweilerin Lena Lattwein gehört bei 1899 Hoffenheim zum Stammpersonal. Seit dem 24. Februar stand die Fußball-Nationalspielerin aber nicht mehr im Aufgebot des Bundesliga-Dritten. Damals erlitt sie im Trikot der DFB-Frauen nach einem Zusammenprall mit der niederländischen Nationaltorhüterin Lize Kop im Spiel eines Dreiländerturniers in Aachen eine Gehirnerschütterung.

„Ich habe zehn Tage pausiert, hatte Kopfschmerzen“, erinnert sie sich. Und just, als sie wieder fit war, passierte ihr im Abschlusstraining der TSG vor dem DFB-Pokalviertelfinale Mitte März gegen den FC Bayern München (1:2) ein ähnliches Malheur. „Wir haben 11 gegen 11 gespielt, ich bin mit einer Mitspielerin zusammengestoßen. Das war saudumm“, berichtet Lattwein. Die Folge: Noch mehr Kopfschmerzen und eine weitere Gehirnerschütterung. „Wenn man kurz vorher schon eine Erschütterung hatte und man dann noch mal so etwas in der Nähe der Stelle hat, nennt man das ‚second impact‘. Das heißt, die Symptome bleiben länger. Ich musste danach vorsichtig sein“, erklärt die Mittelfeldspielerin.

Lattwein ist auch sonst in Sachen Kopfweh anfällig, gerade wenn wie jetzt im April das Wetter häufig umschlägt. In der Folge musste sie zur Sicherheit einen siebenstufigen Wiedereingliederungsplan absolvieren, Reaktionen, das Blickfeld und mehr wurden getestet. „Jetzt geht es mir wieder gut. Die Schmerzen sind fast weg, es ist auch chirurgisch und neurologisch alles abgeklärt, ich bin fit“, berichtet die Nationalspielerin.

In ihrem viertletzten Bundesligaspiel für die TSG beim Zehnten SV Meppen an diesem Sonntag (14 Uhr) kann Lattwein endlich wieder spielen. Und während die Saarländerin, die im Sommer zum Topclub VfL Wolfsburg wechselt, zur Zwangspause verurteilt war, sorgten die Nationalelf mit Siegen gegen Norwegen und Australien und die Hoffenheimerinnen am vergangenen Samstag mit einem 3:2 bei den Bayern für positive Schlagzeilen. „Ich war in München mit, das war schon überragend“, sagt Lattwein über die erste Saisonniederlage der zuvor 17 Mal in Folge siegreichen Münchnerinnen. Ein Sieg in Meppen und ihr 21. Geburtstag am 2. Mai sind sicher schöne Gelegenheiten, die letzten zwei Monate endgültig abzuhaken.