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2. Handball-Bundesliga
Nächstes Debakel für den designierten Absteiger

Lübeck. HG Saarlouis verliert beim VfL Lübeck-Schwartau 22:34. Von Sebastian Zenner

Stell dir, du fährst rund 750 Kilometer quer durch Deutschland – mit einem Ziel, das sich vor Ort innerhalb von nur sechs Minuten in Luft auflöst. Die HG Saarlouis hat diese Erfahrung am vergangenen Samstagabend gemacht. Mit einer deutlichen 22:34 (8:18)-Klatsche statt Punkten im Gepäck trat der Handball-Zweitligist die Rückreise vom Spiel beim VfL Lübeck-Schwartau an. Weil der EHV Aue erneute punktete (32:32 in Emsdetten), wuchs der Rückstand der HG als Schlusslicht zum ersten Nichtabstiegsplatz auf acht Punkte an.


„Der Anfang war gar nicht schlecht. Aber wir haben in den ersten sechs Minuten sechs freie Bälle verworfen – darunter zwei Siebenmeter. Das konnten wir nicht mehr kompensieren“, beschreibt HG-Trainer Philipp Kessler den frühen Genickbruch: „Nutzen wir unsere Chancen, steht es 6:5 für uns. So haben wir den Gegner gleich zu Beginn stark gemacht und fanden danach nie wieder in unser Spiel.“ Aus dem 0:5-Rückstand entwickelte sich über die Zwischenergebnisse 2:8 und 4:12 der 8:18-Pausenstand.

„Wir sind im Moment nicht in der Lage, so einen Rückstand auswärts in einer vollen Halle zu drehen. Dazu ist einfach auch die Qualität des Gegners zu groß“, sagt Kessler, der bis zum Schlusssignal durchwechselte und alle Spieler einsetzte. Mit 779 Gegentoren hat die HG die schlechteste Abwehr der Liga.