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Nächster Höhepunkt für Handball-Talente

Sie sind die Toptalente im Jahrgang 1996 im Saarland: Tim Suton, Björn Zintel, Michael Schulz und Jerome Müller (von links). Foto: Wieck
Sie sind die Toptalente im Jahrgang 1996 im Saarland: Tim Suton, Björn Zintel, Michael Schulz und Jerome Müller (von links). Foto: Wieck
Niederwürzbach. Björn Zintel hat an diesem Wochenende ein Heimspiel. Genauer gesagt, hat der an Neujahr 17 Jahre alt gewordene Auswahlspieler des Handball-Verbandes Saar (HVS) bei der Vorrunde des Länderpokals für den Jahrgang 1996 in Niederwürzbach sogar vier Heimspiele - als doppelter Gastgeber: Zum einen ist er mit dem HVS offizieller Gastgeber des Turniers

Niederwürzbach. Björn Zintel hat an diesem Wochenende ein Heimspiel. Genauer gesagt, hat der an Neujahr 17 Jahre alt gewordene Auswahlspieler des Handball-Verbandes Saar (HVS) bei der Vorrunde des Länderpokals für den Jahrgang 1996 in Niederwürzbach sogar vier Heimspiele - als doppelter Gastgeber: Zum einen ist er mit dem HVS offizieller Gastgeber des Turniers. Zum anderen ist Niederwürzbach sein Heimatort. In der neuen Würzbachhalle trifft die Saar-Auswahl an diesem Samstag auf den Handballverband Brandenburg (10 Uhr) und den Südbadischen HV (14 Uhr), einen Tag später auf den HV Westfalen (10 Uhr) und den HV Sachsen-Anhalt (13.30 Uhr).


"Klar, für mich ist es umso schöner und ein besonderer Anreiz, so ein wichtiges Turnier direkt vor der eigenen Haustür zu haben", sagt der Spieler des A-Jugend-Bundesligisten HSG Völklingen, der im März 2012 an einem Sichtungslehrgang des Deutschen Handballbundes (DHB) für die Nationalmannschaft teilnehmen dufte: "Der Länderpokal ist nach der DHB-Sichtung der zweite große Höhepunkt. Wir haben eine richtig gute Mannschaft und eine echte Chance, in die Endrunde einzuziehen. Mit dem Heimvorteil müsste das machbar sein."

So sieht das auch Auswahltrainer Dirk Mathis: "Wir müssen irgendwie drei Spiele gewinnen, um uns als mindestens Zweiter für die Endrunde zu qualifizieren. Das hat bisher noch nie eine saarländische Jungen-Mannschaft gepackt." Im bundesweiten Vergleich will Mathis "irgendwann eine Position im gesicherten Mittelfeld erreichen".



Dass das Saarland dorthin gehört, meint auch Nationalspieler Jerome Müller (SV 64 Zweibrücken): "Wir haben im Moment eine richtig gute Jugendarbeit im Saarland. Es macht auch richtig Spaß, in dieser Mannschaft zu spielen." Eine besondere Motivation bringt dem Saar-Team, zu dem auch die Nationalspieler Tim Suton und Michael Schulz (beide HG Saarlouis) zählen, die Tatsache, dass der frühere Nationalspieler und frühere Niederwürzbacher Markus Baur als Sichter für den DHB anwesend sein wird. "Jeder hat die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen und dafür zu sorgen, dass sein Name ins Notizbuch kommt oder dort bleibt", erläutert Dirk Mathis. "Es geht hier auch darum, zu zeigen, was man kann und wo man als kleines Saarland steht. Unser Ziel ist es, ins Finale zu kommen", sagt der Saarlouiser Michael Schulz selbstbewusst.

Nur mit einem guten Ergebnis schafft es das Saarland, sich für die Endrunde des Wettbewerbs und womöglich für einen attraktiveren Lostopf zu qualifizieren. Das könnte dem HVS beim nächsten Länderpokal vermeintlich leichtere Gegner verschaffen. Für den Auftakt gegen den HV Brandenburg wünscht sich Mathis einen Sieg: "Natürlich haben wir uns entsprechend vorbereitet, aber Brandenburg ist die große Unbekannte. Das Spiel wollen wir gewinnen und gut ins Turnier kommen." zen