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Fußball-Regionalliga Südwest
Nachwuchsspieler Merk ist der Gewinner des Tages

Nachwuchsspieler Kai Merk zeigte am Samstag ein ansprechendes Start­elf-Debüt.
Nachwuchsspieler Kai Merk zeigte am Samstag ein ansprechendes Start­elf-Debüt. FOTO: Andreas Schlichter
Elversberg. Die SV Elversberg zeigt im Regionalliga-Heimspiel gegen den SC Freiburg II eine gute Leistung, kommt aber nicht über ein torloses Remis hinaus. Von Heiko Lehmann

Kai Merk hatte ein Lächeln im Gesicht, als er am Samstag das Spielfeld an der Kaiserlinde verließ. „Es war eine ganz tolle Erfahrung, gegen eine solche Mannschaft von Beginn an spielen zu dürfen. Ich habe mich auf dem Platz richtig gut gefühlt“, sagte der 19-Jährige, der hinter Stürmer Kevin Koffi auf der Zehner-Position spielte. Zwar endete das Spiel zwischen der SV Elversberg und dem SC Freiburg II nach 90 Minuten 0:0, doch Talent Merk war der Gewinner des Tages.


Immer wieder kurbelte der gebürtige Pirmasenser das SVE-Spiel an und war von den Freiburgern nur durch Fouls zu stoppen. In der 67. Minute hätte Merk beinahe die Entscheidung herbeigeführt. Mit einem sehenswerten Lupfer schickte er Koffi alleine Richtung Freiburger Tor, doch der Torjäger von der Elfenbeinküste traf nur das Außennetz. Es war eine von vielen Riesenchancen der SVE. „Wir sind heilfroh, dass wir einen Punkt mitnehmen. Wir hatten sehr viel Glück“, sagte Freiburgs Trainer Christian Preußer.

Vor 756 Zuschauern hatte Florian Bichler bereits in der 14. Minute die größte aller Chancen. Nach einem Foul von Innenverteidiger Ivan Sachanenko an Bichler pfiff Schiedsrichter Michael Kimmeyer Elfmeter. Bichler trat selber an – und schoss einen Meter über das Tor. „Ich weiß auch nicht, was das war. Den Elfer muss ich mir nochmal als Video anschauen. Normalerweise schießt Julius Perstaller die Elfer. Doch der saß auf der Bank, und ansonsten wollte keiner“, sagte Bichler, der ansonsten auf der rechten Außenbahn ein starkes Spiel ablieferte.



Vor der Pause spielte sich das Geschehen fast ausschließlich in der Hälfte der Freiburger ab, und die Abwehr aus dem Breisgau musste einige Male in höchster Not retten. „Nach den vergangenen turbulenten Wochen war das heute ein richtig gutes Spiel von uns. Wir haben taktisch vieles richtig gemacht, und die Einstellung hat auch gestimmt. Leider haben wir unsere Torchancen nicht genutzt“, sagte Elversbergs Sportdirektor und Interimstrainer Roland Seitz.

Stefano Cincotta traf aus 20 Metern nur die Querlatte (64.), und Koffi lief noch einmal alleine auf das Gästetor zu und schoss drüber (55.). Allerdings zeigten die Freiburger nach dem Seitenwechsel, warum sie in der Tabelle vor den Saarländern stehen. Christoph Daferner, der das Hinspiel in Freiburg mit seinem 1:0 entschied, hatte für sein Team auch in Elversberg die Führung auf dem Fuß. Frei vor SVE-Torhüter Frank Lehmann schoss er aber Zentimeter am langen Pfosten vorbei (50.). Wenig später verpasste Keven Schlotterbeck nach einem Freistoß den Ball nur knapp mit dem Kopf (61.). Es waren die beiden einzigen Chancen der Gäste.

Was die Trainerfrage angeht, gibt es aus Elversberger Sicht immer noch nichts Neues. Seitz betonte weiterhin, dass sich der Verein aktuell noch nicht um einen Nachfolger für den vor drei Wochen entlassenen Karsten Neitzel gekümmert habe und noch genügend Zeit sei. Kommenden Freitag ist die SVE zu Gast bei den Stuttgarter Kickers.