Nach Rauswurf von Dirk Lottner ist Marcus Mann beim FCS in der Pflicht

Kostenpflichtiger Inhalt: Kommentar : Lottner verlor die Kabine, Mann steht nun in der Pflicht

Es ist beileibe nicht so, dass die Entlassung von Trainer Dirk Lottner beim 1. FC Saarbrücken vom Himmel gefallen ist. Auch wenn der Zeitpunkt für viele Anhänger überraschend kommt – dass die sportliche Leitung um FCS-Sportdirektor Marcus Mann und Vizepräsident Dieter Ferner die Arbeit von Lottner kritisch sieht, ist längst bekannt.

Schon im Sommer stand „Lotte“ auf der Kippe – und nur ein Machtwort des FCS-Präsidenten Hartmut Ostermann beendete die Trainerdiskussion.

Gegen Ende der Vorrunde passierte nun das, was das Ende jedes Trainers bedeutet: Lottner verlor die Kabine. Die Mannschaft positionierte sich intern deutlich gegen die vom Kölner verordnete Dreierkette, doch Lottner ging darauf nicht ein. Aus seiner Sicht war das nicht zuletzt aus Autoritätsgründen nachvollziehbar. Das blutleere Auftreten des Noch-Tabellenführers in Steinbach beweist, dass am Ende des Tages die Mannschaft immer noch am längeren Hebel sitzt. Keine neue, aber immer wieder bittere Erkenntnis.

Lottner ist nun FCS-Geschichte. Und klar ist: Der nächste Trainerschuss von Marcus Mann muss sitzen. Steht am 16. Mai 2020 nicht der Aufstieg im Saisonheft, bekommt auch er ein Problem.

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