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Nach Chaos um Hambüchen: DTB räumt Fehler ein

Nach Chaos um Hambüchen: DTB räumt Fehler ein

Die Bronzemedaille am Boden von Eugen Spiridonov bei der deutschen Kunstturn-Meisterschaft ist ein Erfolg für den 31-Jährigen, die TG Saar und den Saarländischen Turnerbund. Aber das spielte am späten Dienstagabend eine untergeordnete Rolle.

Nach den Begleitumständen bei der Wertung von Fabian Hambüchens Übung bei den Titelkämpfen im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Mannheim hat der Deutsche Turner-Bund (DTB) gestern Versäumnisse eingeräumt, den von Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen erhobenen Vorwurf einer Manipulation aber zurückgewiesen. "Das Kampfgericht hat Fehler gemacht, die Situation ist unerfreulich", sagte Holger Albrecht vom Technischen Komitee. DTB-Präsident Rainer Brechtken erklärte: "Ich kann verstehen, dass jemand in einer solchen Situation mal über Idioten schimpft und Dampf ablässt. Aber ich halte auch fest, dass niemand bewusst betrogen oder politisch verfolgt wurde."

Die Kampfrichter hatten einen zu niedrigen Schwierigkeitsgrad für Hambüchens Übung ausgerechnet. Einem Protest dagegen wurde zunächst stattgegeben, obwohl er entgegen dem Reglement vom Athleten und nicht vom Trainer und zudem zu spät eingereicht wurde. Daher war ein Gegenprotest des SV Halle erfolgreich. Zum Meister wurde letztlich der Hallenser Matthias Fahrig gekürt.

Vater und Sohn Hambüchen waren direkt nach dem Wettkampf empört über das Hickhack und erwogen sogar einen Boykott der weiteren Turnfest-Veranstaltungen. "Wenn die Kampfrichter zu blöd zum Werten sind, kann man ja gleich zum Pokern gehen", sagte Fabian Hambüchen.