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"Müssen uns auf die Jagd machen"

"Müssen uns auf die Jagd machen"

Wie ist die Stimmung im Team nach den beiden Niederlagen?Albert Bunjaku: Sie könnte natürlich besser sein. Es ist schon ein wenig gedrückte Stimmung. Man weiß irgendwie nicht so genau, ob man froh oder enttäuscht über die Hinrunde sein soll

Wie ist die Stimmung im Team nach den beiden Niederlagen?

Albert Bunjaku: Sie könnte natürlich besser sein. Es ist schon ein wenig gedrückte Stimmung. Man weiß irgendwie nicht so genau, ob man froh oder enttäuscht über die Hinrunde sein soll. Ich glaube, es ist im Moment eher das Zweite, weil wir auch einfach zu viel Unentschieden gespielt haben und dadurch weniger Punkte eingefahren haben, als wir uns das alle vorgestellt hatten.

Was hat letztlich zu den Niederlagen geführt?

Bunjaku: Ich denke, dass jedem klar war, dass wir irgendwann eine Niederlage kassieren würden. Es waren nur zwei komplett unnötige Niederlagen, und das war so ärgerlich. Wir haben in den beiden Spielen einfach zu viel vermissen lassen. Es muss jeder wieder bei den Grundlagen anfangen.

Gerade nach dem Auftritt in Berlin stellte sich teilweise auch die Frage nach der Einstellung.

Bunjaku: Ich denke nicht, dass es ein Einstellungsproblem ist. Als Fußballer willst du immer gewinnen. Trotzdem müssen wir wieder mehr investieren und bei den Grundlagen anfangen. Das hat besonders in Berlin gefehlt. Union hat es uns vorgemacht. Und so konnten wir unser Spiel nicht so entfalten, wie wir wollten. Dann verlierst du verdient mit 0:2.

Die Gegner haben sich anscheinend auf den FCK eingestellt.

Bunjaku: Man darf sich da einfach nicht nerven lassen und muss auch mal was einstecken können. So ist eben die 2. Liga. Irgendwann muss man dann auch anfangen, selbst auszuteilen. Da müssen wir den inneren Schweinehund überwinden und selbst wieder etwas mehr machen.

Wie sehr hat die Mannschaft die Philosophie des Trainers Franco Foda verinnerlicht?

Bunjaku: Wir stehen voll und ganz dahinter. Der Trainer weiß, was er will und hat eine gute Philosophie, die wir versuchen umzusetzen. Das funktioniert manchmal besser, manchmal leider noch etwas schlechter. Er will Fußball spielen lassen, und das kommt uns entgegen. Das braucht natürlich noch etwas Zeit. Wir haben ja bisher auch insgesamt ganz gute Leistungen gezeigt.

Berlin ist jetzt sieben Punkte weg, Braunschweig sogar neun. Ist der Rückstand überhaupt noch aufzuholen?

Bunjaku: Natürlich. Düsseldorf lag doch letzte Saison noch viel weiter vorn. Und Berlin hatte diese Schwächephase am Anfang. Es ist schade, dass diese Phase bei uns jetzt kam. Wir dürfen uns aber nicht von zwei Spielen verunsichern lassen. Natürlich tun die beiden Niederlagen weh, aber wir brauchen jetzt nicht alles über den Haufen werfen. Leider haben wir in ein paar Spielen durch einfache Fehler ein Gegentor bekommen und dann zu oft Unentschieden gespielt. Es ist kein so großes Polster nach hinten, aber die zwei da vorne sind auch nicht so weit weg, dass sie nicht mehr einzuholen sind. Wir müssen uns mit guten Auftritten wieder auf die Jagd nach Braunschweig und Berlin machen.

Was muss am Freitag gegen den VfR Aalen passieren, damit es mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause geht?

Bunjaku: Dieser unbedingte Siegeswille wird wieder da sein. Wenn wir diese Grundlagen - laufen und kämpfen beispielsweise - zeigen und dann noch ein bisschen Fußball spielen, dann haben wir gute Chancen, die drei Punkte hier zu behalten. Und das wäre wichtig, dass wir gerade nach den zwei Niederlagen mit einem guten Spiel den Fans ein gutes und schönes Weihnachten verschaffen und wir mit einem guten Gefühl in den Urlaub gehen.