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München 2018: Deutscher Naturschutzring steigt aus

München 2018: Deutscher Naturschutzring steigt aus

München. Weiterer Rückschlag für Münchens Olympia-Pläne: Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat sich aus der Bewerbungsgesellschaft zurückgezogen und die Winterspiele 2018 in Garmisch-Partenkirchen als "nicht verantwortbar" bezeichnet

München. Weiterer Rückschlag für Münchens Olympia-Pläne: Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat sich aus der Bewerbungsgesellschaft zurückgezogen und die Winterspiele 2018 in Garmisch-Partenkirchen als "nicht verantwortbar" bezeichnet. "Wenn der Dachverband aussteigt, ist das auch für das Internationale Olympische Komitee ein sehr deutlicher Hinweis, dass es mit der Umwelt doch nicht soweit her sein kann", betonte DNR-Geschäftsführer Helmut Röscheisen gestern. Insbesondere der weitere Ausbau der Kandaharr-Abfahrt für Olympia ist den Natur- und Umweltschützern ein Dorn im Auge. Dort seien für die WM 2011 bereits neun Hektar Schutzwald gerodet worden - gegen die Alpenkonvention. "Diese Entscheidung des DNR hat mich überrascht und ist für mich nicht nachvollziehbar", sagte Michael Vesper, Aufsichtsratschef der Bewerbungsgesellschaft. Der Ärger nimmt also kein Ende: In der Vorwoche war Bewerbungs-Chef Willy Bogner aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Zudem fehlt weiterhin die Zustimmung einiger Bauern, die ihre Grundstücke für Olympische Spiele nicht zur Verfügung stellen wollen. Die Natur- und Umweltschützer wollen dem IOC den Vorschlag machen, Winterspiele in Zukunft nur noch dorthin zu vergeben, wo sie bereits stattfanden. "Was in Sotschi passiert, ist um einiges schlimmer als in München", sagte DNR-Vizepräsident Hartmut Vogtmann mit Blick auf das Spektakel 2012 an der russischen Schwarzmeerküste. dpa