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Pech für Lebacher
Müller verpasst sein Debüt für die U21

Nur keine Bauchlandung im Kosovo: Beim 3:0 gegen Israel traf der Ex-Saarbrücker Eduard Löwen (rechts) zur Führung für die deutsche U21.
Nur keine Bauchlandung im Kosovo: Beim 3:0 gegen Israel traf der Ex-Saarbrücker Eduard Löwen (rechts) zur Führung für die deutsche U21. FOTO: dpa / Swen Pförtner
Mitrovica. Saarländischer Torhüter kann heute wegen einer Daumenverletzung im Kosovo nicht spielen.

Torhüter Florian Müller aus Lebach fällt für das EM-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Nationalmannschaft heute (18.45 Uhr) im Kosovo aus. Der 20-jährige Schlussmann des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 reiste wegen Daumenbeschwerden aus dem Trainingslager in Braunschweig ab. Dabei hätte der Saarländer heute sein Debüt feiern sollen. Für ihn wurde der 19 Jahre alte Florian Schubert vom Zweitligisten Dynamo Dresden nachnominiert. Fehlen werden auch die angeschlagenen Thilo Kehrer (FC Schalke 04) und Timo Baumgartl (VfB Stuttgart). Der Titelverteidiger gastiert als erste Mannschaft in der DFB-Geschichte im Kosovo, dem jüngsten Mitgliedsland der Uefa.


Die Deutschen fahren nach dem 3:0 gegen Israel in Braunschweig entspannt und gut gelaunt ins verschneite Mitrovica. Beim Basketball-Training mit den Löwen Braunschweig stimmte sich die U21 auf den Kurztrip ein. Und auch sportlich fühlt sich die Mannschaft gut vorbereitet auf die Auswärtsaufgabe beim krassen Außenseiter. „Wir wollen wieder unser Spiel durchziehen und unsere Qualität zeigen, dann holen wir uns drei Punkte“, sagte der ehemalige Saarbrücker Eduard Löwen (1. FC Nürnberg).

Mit 15 Zählern aus sechs Spielen führt Europameister Deutschland die Qualifikationsgruppe fünf vor Irland an, mit einem Sieg im Kosovo soll der nächste Schritt auf dem Weg zur EM 2019 in Italien und San Marino gelingen.



Die 90 Minuten in Mitrovica dürften allerdings alles andere als einfach werden. U21-Debütant Kosovo hat eine defensivstarke, bissige Elf, gegen die die DFB-Auswahl schon beim 1:0 im Hinspiel einige Mühe hatte. Hinzu kommt das Winterwetter im Kosovo. „Wir haben ein paar Bilder gesehen vom letzten Spiel, wo der Platz extra geräumt wurde vom Schnee. Es gibt keine Rasenheizung, es soll weiter schneien“, berichtete U21-Co-Trainer Daniel Niedzkowski. „Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie das Feld wahrscheinlich aussehen wird am Dienstag.“

Als Ausrede soll dies für die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz aber nicht gelten. Der 55-jährige Neunkircher setzt auf die professionelle Einstellung seiner Spieler. „Die Aufgabe wird sicherlich sein, dass man ein Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner total konzentriert angeht“, sagte Kuntz.