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Müller freut sich auf die Brisanz

Müller freut sich auf die Brisanz

In der vergangenen Saison waren die Fans im Heimspiel des 1. FC Saarbrücken gegen Eintracht Trier ausgeschlossen – diesmal sind sie es nicht. Darauf freut sich auch FCS-Spieler Mario Müller, der aus Trier kam.

Als Mario Müller im Sommer von Eintracht Trier zum 1. FC Saarbrücken wechselte, waren die Vorschusslorbeeren groß. Vom besten Linksverteidiger der Fußball-Regionalliga Südwest war da die Rede. In der Vorbereitung und zu Saisonbeginn konnte der 24-jährige gebürtige Mannheimer die Erwartungen erfüllen, in den letzten Wochen aber schleichen sich immer wieder Fehler in sein Spiel ein. "Mal spielen wir es richtig gut, dann sind wieder schwächere Phasen drin. Das gilt für die gesamte Mannschaft, aber natürlich auch für mich. Ich muss mehr Stabilität reinbekommen", sagt Müller selbstkritisch.

An diesem Samstag um 14 Uhr erwartet Müller mit dem FCS seinen Ex-Verein Trier. 150 Eintracht-Fans wollen laut Polizei-Informationen frühzeitig mit dem Zug in Völklingen eintreffen. Im Hinspiel vergagenen Saison war es in Trier zu massiven Störungen der Partie durch den Einsatz von Pyrotechnik gekommen, darum wurde im Rückspiel aufgrund des Fan-Ausschlusses als Strafe durch den Regionalverband nur der Sitzplatzbereich im Hermann-Neuberger-Stadion geöffnet - dieser Umstand elektrisiert das Duell der Blau-Schwarzen wohl umso mehr.

"Es ist schön für uns Spieler, wenn man die Emotionen im Stadion spürt, aber wir dürfen uns davon auch nicht zu sehr beeinflussen lassen", sagt Müller: "Es ist ein ganz besonderes Spiel mit hoher Brisanz, gerade von Trierer Seite. Ich stehe ja noch in Kontakt mit den Ur-Trierern Robin Garnier und Christian Telch. Die werden besonders motiviert sein."

Dass die Eintracht gerade in Fahrt kommt, hat für Müller nichts mit der Beurlaubung des saarländischen Trainers Peter Rubeck zu tun. "Es war ja ein großer Umbruch vor der Saison, und die letzten Wochen waren nicht einfach. Aber die Mannschaft hatte ein gutes Gefühl mit Rubek. Nur als Spieler kannst du nicht beeinflussen, wenn eine andere Ebene im Verein entscheidet, etwas zu verändern."

Trier ist für Müller und den FCS nur der Auftakt der Spitzenspiel- und Derby-Wochen im Oktober. "Trier, die Stuttgarter Kickers , Waldhof Mannheim, Elverberg - das sind alles Vereine, die man vor der Saison ganz hoch eingeschätzt hat", sagt Müller und unterschlägt dabei die sicher nicht einfacheren Lokalkämpfe gegen Homburg und Kaiserslautern II. "Die Kunst wird sein, ganz schnell zu regenerieren, damit wir in jedem Spiel auf unser Level kommen." Und obwohl der FCS mit einem Spiel weniger nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter Elversberg liegt, sind die Worte "Relegation" und "Aufstieg" beim FCS noch nicht im Sprachgebrauch. "Es ist schön, oben dabei zu sein, aber es ist erst der zwölfte Spieltag", sagt Müller.

FCS-Kapitän Manuel Zeitz ist nach seiner Muskelverletzung wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Die Partie gegen Eintracht Trier kommt aber wohl zu früh.