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Mourinhos Abgang bringt das Trainer-Karussell in Schwung

Mourinhos Abgang bringt das Trainer-Karussell in Schwung

Nachdem der Abschied von José Mourinho als Trainer von Real Madrid besiegelt ist, kommt das Trainer-Karussell in Europa so richtig in Fahrt. Zahlreiche Topvereine suchen noch nach neuen Übungsleitern.

Der bevorstehende Abschied von José Mourinho bei Real Madrid hat das Trainer-Karussell in Europa noch einmal beschleunigt und Spekulationen Tür und Tor geöffnet. Selbst Bayern Münchens Meistertrainer Jupp Heynckes, der in der vergangenen Woche nicht zuletzt wegen seines Alters eigentlich eine Fortsetzung seiner Karriere ausgeschlossen hat, ist angeblich nach wie vor ein Kandidat bei den Königlichen, mit denen er 1998 die Champions League gewann.

Favorit für die Nachfolge Mourinhos beim Club der deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira ist der Italiener Carlo Ancelotti, der bei Paris St. Germain bereits um seine Freigabe gebeten hat. Clubchef Nasser Al-Khelaifi hat Ancelotti, der noch bis 2014 beim frisch gekürten französischen Meister unter Vertrag steht, zwar eine Absage erteilt. Real-Präsident Florentino Perez hat die Hoffnung auf eine Verpflichtung seines Wunschkandidaten aber noch nicht aufgegeben. "Das ist eine Einstellung, mit der wir umgehen müssen. Ich möchte PSG und seinem Besitzer meinen größten Respekt aussprechen", sagte Perez ohne Groll in Richtung Paris. Der Real-Boss fügte an, dass es auch Alternativen zu Ancelotti gebe.

Paris ist heiß auf Ronaldo

Französische Medien spekulieren allerdings, dass PSG seinen Trainer gar nicht um jeden Preis halten will. Demnach will der Verein angeblich Reals Topstar Cristiano Ronaldo an die Seine locken und würde im Gegenzug den Trainer ziehen lassen. Sollte es mit Ancelotti nicht klappen, hat Real angeblich auch Tottenham-Trainer André Villas-Boas als Alternative auf dem Zettel.

Mourinho wird aller Wahrscheinlichkeit nach zum noch amtierenden Champions-League-Sieger und Europa-League-Sieger FC Chelsea zurückkehren, den er zwischen 2004 und 2007 zu zwei Meisterschaften und einem FA-Cup-Sieg führte. Dort steht derzeit noch Rafael Benítez in der Verantwortung, der ebenso wie die ehemaligen französischen Nationaltrainer Laurent Blanc und Raymond Domenech als möglicher Nachfolger von Ancelotti in Paris gehandelt wird. Der spanische Chelsea-Trainer ist seit dem Wochenende auch beim italienischen Ex-Meister SSC Neapel als Nachfolger des zurückgetretenen Walter Mazzarri im Gespräch.

In Italien gibt es aber möglicherweise schon bald noch weitere attraktive Stellenangebote. Denn beim AC Mailand sind die Tage von Massimiliano Allegri offenbar gezählt. Gennaro Gattuso und Clarence Seedorf werden dort als mögliche Trainerkandidaten gehandelt. Und beim Lokalrivalen Inter steht Andrea Stramaccioni nach verpasster Europacup-Qualifikation auf der Kippe. Inter ist angeblich an Mazzarri interessiert, der allerdings auch vom AS Rom umworben sein soll. Auch bei Lokalrivale und Miroslav-Klose-Klub Lazio wackelt nach dem Verpassen der europäischen Wettbewerbe der Stuhl von Vladimir Petkovic.

Pellegrini zu Manchester City?

Unbesetzt ist auch der Trainerstuhl bei Manchester City, wo Roberto Mancini nach einer enttäuschenden Saison drei Jahre vor Vertragsende seinen Stuhl räumen musste. Für den Italiener soll der Chilene Manuel Pellegrini vom spanischen Erstligisten FC Málaga kommen. Andere europäische Hochkaräter haben frühzeitig für Klarheit gesorgt. Beim FC Bayern beerbt Ex-Barca-Trainer Pep Guardiola Heynckes, bei Manchester United tritt David Moyes in die Fußstapfen seines schottischen Landsmanns Sir Alex Ferguson.