Mountainbike: Hochbetrieb in der Grünen Hölle in Freisen

Mountainbike : Mehr als 900 Biker rocken die Grüne Hölle

Beim Mountainbike-Wochenende des MSC Mithras herrschte Hochbetrieb. Auch eine Weltcup-Fahrerin war am Start.

In 15 Jahren sind noch nie so viele Menschen auf zwei Rädern durch die Grüne Hölle von Freisen gefahren. Mehr als 900 Teilnehmer saßen bei dem von der Radsportgruppe des MSC Mithras Schwarzerden organisierten Moutainbike-Wochenende im Sattel. „Absoluter Wahnsinn“, freute sich Sportwart Uwe Glasen über den Zuspruch. Allein 45 Kinder absolvierten das Rennen in der Altersklasse U 9.

Sieger im Zwei-Stunden-Rennen, in dem es um Punkte für die Mountainbike-Liga Saar-Pfalz ging, wurde Marcel Scherer vom RV Möve Schmelz, der sich in der vorletzten Runde auf dem 3,6 Kilometer langen Kurs im Bruchwald von seinen Begleitern absetzen konnte.

Weltcup-Fahrerin Kim Ames (RV Tempo Hirzweiler) stieg erwartungsgemäß als erste Frau im Zielbereich von ihrem Rad. „Sie war eine Klasse für sich“, meinte Glasen.

Bei den acht Rennläufen gab es souveräne Sieger und knappe Entscheidungen. So wie in der Altersklasse U 17, wo Jos van Sterkeburg (Hirzweiler) knapp vor Tobias Schuster (MTB Sport Saar-Obermosel) ins Ziel raste.

Stargast der Veranstaltung war der ehemalige Downhill-Profi Nico Vink aus Belgien, der fleißig Autogramme schrieb und mit dem Nachwuchs noch über den Parcours rollte. „Das kam bei den Kindern sehr gut an“, fand Glasen. Rallyepilot Marijan Griebel war aus dem Nachbarort Hahnweiler gekommen, um sein Fitnesstraining auf dem Rad in der Grünen Hölle abzustrampeln.

Am zweiten Veranstaltungstag standen die Country-Touren-Fahrten (CTF) auf dem Programm – und mehr als 600 Biker traten in die Pedale. „Für uns war das überwältigend, es war auch absolutes Königswetter. Insgesamt haben wir 300 Liter an Getränken ausgeschenkt“, sagte Glasen.

Auf verschiedenen, schön rausgeputzten Strecken von 18 bis 56 Kilometern konnten die Moutainbiker über den „Highway to hell“ strampeln. Denn in jedem Jahr lassen sich die Macher ein verrücktes Motto einfallen, diesmal wurde 30 Jahre Wacken-Festival gefeiert. Headbanging im Grünen, daran hätten auch die MTV-Metal-Ikonen Beavis und Butt-Head ihre helle Freude gehabt und das Treiben kurz und knapp mit „das ist cool“ kommentiert. Eine Verpflegungsstation war zur Heavy-Metal-Bühne ähnlich wie beim Wacken-Open-Air dekoriert worden. Gitarren und Zottelperücken lagen zum Mähneschütteln für die rockenden Biker bereit. Und der passende Soundtrack dröhnte aus dem Lautsprecher. „Das kam irre gut an“, jubelte Glasen. Vom Auftritt auf der Festivalbühne fuhren die Biker dann zurück ans Freisener Rathaus. „So ein tolles Mountainbike-Wochenende haben wir in den 15 Jahren noch nicht erlebt“, resümierte Glasen. Die 16. Auflage der Veranstaltung ist bereits für den 5. und 6. September 2020 terminiert.

Alle Ergebnisse im Internet unter
www.g-h-f.org

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