1. Sport
  2. Saar-Sport

Mountainbike-EM: Spitz in St. Wendel einsame Spitze

Mountainbike-EM: Spitz in St. Wendel einsame Spitze

St. Wendel. Ihr Siegerlächeln prägte das Gesicht der Mountainbike-Europameisterschaft, die am Wochenende St. Wendel für drei Tage zur Nabe der Radsportwelt machte: Sabine Spitz verteidigte in einem beeindruckenden Rennen ihren Titel als Europameisterin. Damit untermauerte Spitz ihre Ambitionen auf eine Olympia-Medaille in Peking

St. Wendel. Ihr Siegerlächeln prägte das Gesicht der Mountainbike-Europameisterschaft, die am Wochenende St. Wendel für drei Tage zur Nabe der Radsportwelt machte: Sabine Spitz verteidigte in einem beeindruckenden Rennen ihren Titel als Europameisterin. Damit untermauerte Spitz ihre Ambitionen auf eine Olympia-Medaille in Peking. Die 36-Jährige dominierte das Rennen der Frauen vom Start weg und hatte nach knapp der Hälfte der Distanz nahezu alle Mitbewerberinnen aus dem Feld geschlagen.

Nur die Norwegerin Gunn-Rita Dahle Flesjaa sowie Weltmeisterin Irina Kalentieva aus Russland konnten mit der Schwarzwälderin, die vom Start weg hohes Tempo ging, mithalten. Und das auch nur zeitweise: "Als es in der vierten Runde in die Waldpassage ging und ich die Gruppe anführte, habe ich mir gesagt: Jetzt haue ich mal richtig rein. Eigentlich wollte ich nur kurz antesten, was meine Mitfahrerinnen so drauf haben. Aber als die dann nicht mithalten konnten, habe ich schnell gemerkt, dass heute was geht", erzählte die strahlende Gewinnerin von der entscheidenden Situation. "Als ich aus dem Wald wieder raus kam, hatte ich 15 Sekunden Vorsprung. Da habe ich es durchgezogen."

Am Ende hatte Spitz, die in 2:08.59,08 Stunden gewann, ihre Konkurrentinnen um mehr als 37 Sekunden distanziert. Genügend Zeit, um sich vor der Zieleinfahrt die Deutschlandfahne eines Zuschauers zu schnappen und fahnenschwenkend die Ovationen der Fans entgegen zu nehmen. "Das ist natürlich was ganz Spezielles, wenn man im eigenen Land den Titel verteidigen kann", lachte die glückliche Siegerin.

Bei den Männern gelang Manuel Fumic ein Achtungserfolg: Nach acht Runden beendete Fumic den EM-Lauf in St. Wendel auf dem achten Platz. "Damit bin ich absolut zufrieden, denn eigentlich war das hier ein besseres Vorbereitungsrennen für mich. Ich bin offensiv gefahren und habe meinen Körper nicht geschont, am Ende sind mir dann aber doch ein bisschen die Körner ausgegangen. Aber ich denke, dass ich mich mit diesem Rennen in der Weltspitze zurückgemeldet habe", meinte Fumic, der nach dem Start den Sprung in die führende Achtergruppe schaffte, in der dritten Runde aber dem hohen Tempo Tribut zollen musste.

Gleich vier Fahrer in der Spitzengruppe hatte die Schweiz, die mit Florian Vogel und Christoph Sauser einen Doppelsieg in St. Wendel landete. "Die Gruppenstärke war natürlich ein riesiger Vorteil für uns. Während des Rennens konnte ich mich immer wieder ausruhen und hatte daher am Ende sogar noch Reserven übrig", sagte Florian Vogel, der in einer Zeit von 2:06,42 Stunden Europameister wurde. Enttäuscht von ihrem Idol wurden die Fans von Julien Absalon. Der Franzose, vor dem Rennen von vielen als der Topfavorit gehandelt, beendete die EM nur auf Platz 15.