Motorrad-WM: Nur Folger sorgt für einen deutschen Lichtblick

Motorrad-WM: Nur Folger sorgt für einen deutschen Lichtblick

Jonas Folger klopfte dem Mann mit dem Goldhelm anerkennend auf die Schulter, dann machte sich der deutsche Motorrad-Pilot mit einem breiten Grinsen auf den Weg zur Siegerehrung. Im Windschatten des neuen und alten Weltmeisters Johann Zarco war Folger auf dem vorletzten Stopp seiner Abschiedstournee in der Moto2 zum fünften Podestplatz der Saison gerast. Beim Großen Preis von Malaysia in Sepang , dem 17. von 18 WM-Läufen, steuerte der 23-Jährige seine Kalex auf der im Rennverlauf trockener werdenden Piste auf den dritten Platz. Besser waren am Sonntag nur Zarco und Franco Morbidelli. Den Zielstrich überquerte Zarco mit einem Wheelie, ehe er seinen Erfolg mit einem Rückwärtssalto von der Reifenmauer zelebrierte. 2017 geht der 26-Jährige wie auch Folger für das französische Team Tech3-Yamaha in der Königsklasse MotoGP an den Start.

Folger war der einzige deutsche Lichtblick an einem von tropischen Regengüssen beeinflussten Wochenende in Sepang . Sandro Cortese kam nicht über Platz 17 hinaus. Marcel Schrötter wurde nur 20. In der MotoGP machte ein Fahrfehler Stefan Bradls Hoffnungen zunichte, wenigstens einen WM-Punkt einzufahren. Er belegte beim Sieg von Andrea Dovizioso (Ducati) Platz 17. Am heftigsten erwischte es Philipp Öttl in der Moto3. Bereits in der ersten Runde stürzte er beim Versuch, eine Kollision mit dem vor ihm zu Fall gekommenen Jorge Martin zu vermeiden. Dabei brach er sich das Kahnbein der linken Hand und muss die Saison vorzeitig beenden.

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