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Motorrad-WM: Bradl muss sich in der neuen Saison beweisen

Doha. Stefan Bradl hetzt durch den Wald, hangelt sich an Kletterstangen entlang und quält sich mit Liegestützen. Die Botschaft lautet: Stefan Bradl ist bereit wie nie. Genau mit diesen Worten beginnt und endet ein aufwendig produzierter Kurzfilm, der die Vorbereitung des MotoGP-Piloten auf eine in vielerlei Hinsicht besondere Saison dokumentiert.Bradl weiß, dass er etwas zu beweisen hat. sid

Und er weiß auch, dass er kleinere Brötchen backen muss. Stets hatte der 25-Jährige nur das Podium im Visier, die Zeiten sind aber erst einmal vorbei. Nach dem nicht ganz freiwilligen Abschied von LCR-Honda zum drittklassigen Team Forward-Yamaha stellt sich der Zahlinger hinten an, ehrgeizige Ziele hat der Umsteiger vor dem Saisonstart an diesem Sonntag (20 Uhr/Eurosport) mit dem Nachtrennen in Katar dennoch.

"Ich will an der Spitze der Open Class stehen und den Titel in dieser Kategorie holen", sagt Bradl. Platz eins hinter den mit besserem Material ausgerüsteten Fahrern der Werks- und werksunterstützen Teams soll also her. Das ist ambitioniert, vor allem mit Blick auf den Winter. Beim ersten Test schaffte es Bradl noch in die Top zehn, danach lief nicht mehr viel zusammen. Die Umstellung von der Honda auf die Yamaha M1 sei schwierig gewesen, aber dennoch geglückt, sagt Bradl: "Ich habe ein gutes Gefühl."

In der Königsklasse ist Bradl der einzige deutsche Pilot. Sandro Cortese (25), Jonas Folger (21/beide Kalex), Marcel Schrötter (22/Mistral) und WM-Rückkehrer Florian Alt (18/Suter) sind in der Moto2 unterwegs. Einziger deutscher Moto3-Fahrer ist Philipp Öttl (18/KTM).