1. Sport
  2. Saar-Sport

„Möchte besser sein als der Maximilian aus dem letzten Spiel“

„Möchte besser sein als der Maximilian aus dem letzten Spiel“

Die SV Elversberg spielt in der Regionalliga Südwest heute Abend beim Aufsteiger TuS Koblenz, der dicht an der Spitzengruppe der Liga dran ist. Maximilian Oesterhelweg freut sich auf das Spiel – weil die Stimmung gerade so gut ist.

Wenn jemand am aktuellen Erfolg der SV Elversberg als Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest großen Anteil hat, dann ist es zweifelsohne Maximilian Oesterhelweg. Der 26-Jährige hat die SVE am vierten Spieltag zum 1:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern II geschossen und am vergangenen Samstag den 2:1-Siegtreffer gegen den SSV Ulm erzielt. "Es läuft zur Zeit bei uns. Wir haben sehr viel Spaß in der Mannschaft und bringen diese gute Stimmung auch auf den Platz", sagt der Mittelfeldspieler, der mit sechs Toren in neun Spielen die Torschützenliste der Liga anführt.

Für "normale" Tore ist Oesterhelweg nicht zu haben. Einen direkt verwandelten Eckball, einen direkt verwandelten Freistoß, Schüsse aus mehr als 20 Metern und zuletzt gegen Ulm ein Kopfballtor stehen auf dem Konto der Elversberger Nummer zehn. "Ich mache es nicht extra kompliziert, die Situationen entstehen eben aus dem Spiel heraus. Dahinter steckt allerdings auch viel Arbeit", sagt der 26-Jährige. Extra-Schusstraining nach den Trainingseinheiten und Analyse der Topspieler gehören auch zum Programm. "Ich schaue mir genau an, wie Arjen Robben und Franck Ribéry auf den Außenbahnen spielen, wie sie in freie Räume stoßen oder ins Dribbling gehen. Meine Freistoßtechnik hat mir Zafer Yelen, ein ehemaliger Mitspieler beim FSV Frankfurt , beigebracht", erzählt er.

Das erklärte Ziel der SVE ist der Aufstieg in die 3. Liga, für Oesterhelweg ist das aber Zukunftsmusik. "Ich möchte in jedem Spiel besser sein als der Maximilian aus dem vergangenen Spiel. Wenn ich das schaffe, kommt der Rest von alleine", sagt der 26-Jährige, der in der Jugend in keinem Fußball-Internat und auch bei keinem Proficlub kickte. Seine Stationen waren der Gütersloher TV und der FC Gütersloh. "Ich komme aus einem behüteten Elternhaus. Meine Vorgaben waren Abitur und Ausbildung - und danach erst Fußball. Das habe ich erfüllt und durfte mich danach dem Fußball widmen. Es war genau der richtige Weg", sagt er.

Viele Tore hat Oesterhelweg immer schon geschossen. Nach acht Toren in nur 19 Spielen in der Saison 2013/2014 für den Regionalligisten Eintracht Frankfurt II wechselte Oesterhelweg in die 2. Bundesliga zum VfR Aalen . "In Aalen wurde ich in zwei Saisons nur sechs Mal eingewechselt. Ich konnte meine Qualitäten nie richtig unter Beweis stellen", sagt er. Heute hat Oesterhelweg die nächste Möglichkeit, sein Torkonto aufzustocken. Um 19 Uhr ist die SVE als Tabellenführer zu Gast beim Aufsteiger TuS Koblenz , der zuletzt zur Spitzengruppe aufgeschlossen hat.

Zum Thema:

Hintergrund Der SSV Ulm hat nach der 1:2-Niederlage am Samstag bei der SV Elversberg offiziell Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Das bestätigte gestern der Regionalverband Südwest. Grund war die etwa 25-minütige Unterbrechung, nachdem der Schiedsrichter in der 89. Minute von einem Feuerzeug getroffen worden war. "Ich gehe davon aus, dass es relativ zeitnah eine Entscheidung gibt", sagte Sascha Döther, Geschäftsführer des Regionalverbands: "Das Verfahren gegen Elversberg wegen des Feuerzeugwurfs eines Fans wird wohl länger dauern. Das ist ein sehr schwerwiegender Fall, wobei in dem Verfahren auch eine Rolle spielt, dass die SVE diesbezüglich noch nie aufgefallen ist." leh