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Mit links, mit rechts, mit dem Kopf

Mit links, mit rechts, mit dem Kopf

Bayer Leverkusen denkt wieder an bessere Zeiten in der Bundesliga und der Champions League. Der Grund für die neue Hoffnung: Chicharito. Der Mexikaner traf beim 3:2 (1:2)-Sieg in Mainz drei Mal – mit links, mit rechts und mit dem Kopf.

Rudi Völler , Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen , attestierte Javier Chicharito Hernandez das perfekte Torjäger-Gen. Für Sturmkollege Kevin Volland hat ohnehin niemand den besseren Instinkt im gegnerischen Strafraum. "Ich kenne keinen, der so gut vor dem Tor ist", sagte Volland nach dem Dreierpack des Mexikaners inklusive Siegtor in letzter Minute zum 3:2 (1:2) von Bayer Leverkusen beim FSV Mainz 05 . Chicharito holte sich den Spielball als Trophäe. "Eins mit links, eins mit rechts, eins mit dem Kopf. Da wollte ich den Ball unbedingt", sagte er. Dreimal hatte der 28-Jährige (32., 67. und 90.+1 Minute) goldrichtig gestanden.

Roger Schmidt hatte sich diese Effizienz sehnlichst gewünscht. "Er hatte ein wenig Fitness verloren. Wir haben versucht, ihn wieder aufzubauen. Wie wertvoll er ist, haben wir jetzt gesehen", sagte der Bayer-Trainer. "Die kleine Erbse", was Chicharito übersetzt bedeutet, ist nun der Bayer-Muntermacher. Das ist auch nötig nach dem wenig verheißungsvollen Saisonstart mit aufgerüstetem Kader. Nach dem zweiten Sieg in der Liga geht der Blick nun aber nach vorn. Morgen muss sich Leverkusen ab 20.45 Uhr in der Champions League beim Spitzenclub der französischen Ligue 1, AS Monaco , beweisen.

Völler kann sich immer wieder beglückwünschen, Chicharito 2015 von Manchester United für mehr als elf Millionen Euro Ablöse nach Leverkusen geholt zu haben. "Er gewinnt sicher nicht jeden Zweikampf, aber er gewinnt die wichtigen. Er hat im Gefühl, wo der Ball hinkommt", lobte der Sportchef. 26 Treffer erzielte der Mexikaner in Liga, Pokal und Champions League in seiner ersten Saison. In der laufenden Spielzeit kam Chicharito schwer in Tritt. Ende August zog er sich bei einem Treppensturz einen Mittelhandbruch zu, wurde operiert und verlor ein wenig den Anschluss. "Gott sei Dank hat er zum richtigen Zeitpunkt wieder zur Bestform gefunden", sagte Schmidt.

"So ein Spiel haben wir gebraucht", erklärte Volland, der wie Stefan Kießling erst nach gut einer Stunde eingewechselt wurde. Was Bayer Leverkusen leisten kann, hat die zweite Halbzeit gezeigt. Doch in der Spielanalyse wird Trainer Schmidt sicher die schwache erste Halbzeit am vergangenen Samstag mit den Mainzer Treffern von Yunus Malli in der 31. Minute und von Stefan Bell nur vier Minuten später thematisieren. Da zeigten die Mainzer mit ihrem Umschaltspiel die Schwächen der Leverkusener Defensive auf.