Mit letzter Kraft zum großen Scheck

Skispringen : Mit letzter Kraft zum großen Scheck springen

Skispringer startet in die lukrative Raw-Air-Tour.

„Goldjunge“ Markus Eisenbichler kommt nach der rauschenden WM-Party von Seefeld aus der Feierlaune gar nicht mehr heraus. Der Dreifach-Weltmeister hat bereits das nächste „geile Event“ im Blick. Die Raw-Air-Tour, die am heutigen Freitag am legendären Holmenkollen in Oslo in ihre dritte Ausgabe startet, wird zwar auch für ihn noch mal ein wahrer Kraftakt – für „Eisei“ aber ein reizvoller. „Ich mag Skandinavien gern, da sind saugeile Schanzen“, erklärte der 27-Jährige.

Im Endspurt einer kräftezehrenden Saison verlangt die Vierschanzentournee des Nordens allen noch einmal alles ab. An zehn Tagen stehen 16 Sprünge für die Gesamtwertung an. Nach Oslo geht es weiter nach Lillehammer, dann nach Trondheim und abschließend wartet die größte Schanze der Welt, der Monsterbakken in Vikersund. Auf dem Programm stehen vier Einzelspringen plus Qualifikationen sowie zwei Mannschaftswettbewerbe in Oslo und Vikersund.

Die deutschen Springer reisen mit reichlich Glückshormonen nach Skandinavien. In sechs Wettbewerben bei der WM in Seefeld gewann die Mannschaft vier Goldmedaillen, zweimal gab es Silber. Besonders Eisenbichler und Karl Geiger, der auf der Großschanze hinter Eisenbichler Zweiter wurde und im Mixed sowie im Teamspringen triumphierte, haben beste Chancen auf den großen Scheck. Insgesamt 100 000 Euro werden an die besten drei Springer der Gesamtwertung ausgeschüttet. Der Sieger erhält 60 000 Euro, der Zweitplatzierte 30 000, der Dritte darf sich über 10 000 Euro freuen.

Dafür müssen die Adler im Endspurt der Saison aber noch einmal bis an die Grenzen gehen. „Die letzten Jahre konnte ich von der Kraft her nicht ganz mithalten, da ging mir dann das Gas aus“, sagte Geiger: „Das möchte ich dieses Jahr besser machen.“ Das beste deutsche Ergebnis in der noch jungen Geschichte der Raw-Air-Tour gelang Andreas Wellinger 2017 mit Rang drei. Titelverteidiger ist der Pole Kamil Stoch.

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