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Mit dem Remis können alle leben

Mit dem Remis können alle leben

Die SV Elversberg bleibt die beste Heim-, Spitzenreiter Eintracht Trier die beste Auswärtsmannschaft. Das steht nach dem Topspiel fest, das 1:1 (1:1) endete. Dabei wurde wieder klar: Kopfbälle von Kevin Maek sind eine „Zusatzwaffe“, die Gold wert ist.

Die "Zusatzwaffe" hält die SV Elversberg auf Kurs in der Fußball-Regionalliga Südwest. Nach dem 1:1 (1:1) am Freitagabend im Topspiel gegen Spitzenreiter Eintracht Trier im Saarbrücker Ludwigsparkstadion bleibt die SVE auf dem dritten Tabellenplatz. Sie hat einen Punkt Rückstand auf die beiden Relegationsplätze. Die "Zusatzwaffe", wie sie Trainer Michael Wiesinger beschreibt, sind die Kopfbälle von Innenverteidiger Kevin Maek, der nach sechswöchiger Verletzungspause wegen eines Sehnenrisses an der Hüfte wieder in der Startelf stand.

In der 43. Minute gab es am Freitag Freistoß für Elversberg. Maek sprang im Trierer Strafraum höher als drei Gegenspieler und köpfte den Ball zum 1:1 ein. Es war der siebte Saisontreffer per Kopfball nach Standardsituationen für den 27-Jährigen. "Es ist eigentlich ganz einfach. Du musst die Bälle nur hoch in den Strafraum bringen und dabei in etwa die Richtung von Kevin anvisieren", erklärt Leandro Grech, der den Freistoß ausführte. Doch es gab am Freitag mehr Eckbälle und Freistöße, bei denen Maek hätte treffen können. "Ich bin erst bei 90 Prozent. Mir fehlt die Spielpraxis und noch ein bisschen Kraft", gab Maek zu.

Der 1:0-Führungstreffer der Trierer war das schönere Tor. Christoph Anton kam 40 Meter vor dem Elversberger Tor an den Ball, wurde nicht angegriffen - und traf aus 25 Metern zum 1:0 (27. Minute). Fast alle der 16 Gegentreffer der SVE in dieser Saison entstanden über das Zentrum durch Schüsse oder Pässe. "Wir haben erneut nicht gut gestaffelt gestanden. Aber wir haben nach dem Rückstand eine Reaktion gezeigt. Mit dem Punkt können wir gut leben", sagte Wiesinger.

Ein weiteres Problem der SV Elversberg sind fehlende Kreativität und Ideen im Spiel nach vorne. Der schnelle Österreicher Markus Obernosterer bildet die Ausnahme. Doch der 25-Jährige fehlte am Freitag wegen einer Erkältung. Und so sahen die 2130 Zuschauer in der zweiten Halbzeit kaum Strafraumszenen und klare Torchancen. Negativer Höhepunkt aus Elversberger Sicht war die Rote Karte für Innenverteidiger Tobias Feisthammel, der Eintracht-Stürmer Dennis Gerlinger in der 85. Minute an der Seitenlinie in Höhe der Mittellinie von den Beinen holte. "Ich muss ihn foulen, sonst laufen die alleine auf unser Tor zu", erklärte Feisthammel nach dem gerechten Remis, durch das Trier die beste Auswärts- und Elversberg die beste Heimmannschaft bleibt. "Wir sind zufrieden mit dem Punkt. Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur verteidigen, sondern auch mitspielen können", sagte Triers saarländischer Trainer Peter Rubeck. Die beeindruckende Serie der Eintracht ist aber gerissen. Die Trierer hatten zuvor alle neun Auswärtsspiele gewonnen.

Am letzten Spieltag des Jahres müssen die Elversberger am kommenden Samstag um 14 Uhr bei der Spvgg. Neckarelz antreten. Die hat ihre fünf vergangenen Spiele gewonnen.