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Mit breiter Brust nach St. IngbertMirko Pesic hofft auf eine Trotzreaktion

Mit breiter Brust nach St. IngbertMirko Pesic hofft auf eine Trotzreaktion

Dirmingen/Uchtelfangen. Die Zebras sind wieder wer in der Handball-Oberliga. Die Handballfreunde Illtal orientieren sich nach der Winterpause mit zuletzt drei Siegen in Folge wieder nach oben in der Tabelle der Oberliga RPS. An diesem Samstagabend sind sie ab 19.30 Uhr, bei der SGH St. Ingbert in der Ingobertushalle zu Gast. Und hoffen auf den vierten doppelten Punktgewinn hintereinander

Dirmingen/Uchtelfangen. Die Zebras sind wieder wer in der Handball-Oberliga. Die Handballfreunde Illtal orientieren sich nach der Winterpause mit zuletzt drei Siegen in Folge wieder nach oben in der Tabelle der Oberliga RPS. An diesem Samstagabend sind sie ab 19.30 Uhr, bei der SGH St. Ingbert in der Ingobertushalle zu Gast. Und hoffen auf den vierten doppelten Punktgewinn hintereinander. Zumal die St. Ingberter sich in den letzten Wochen alles andere als überzeugend präsentiert haben.

"Auch deshalb werden wir voll auf Sieg spielen", verspricht der Zebra-Trainer Krzysztof Wroblewski, der vor Jahren selbst einmal in Diensten der SGH gestanden hat. Auch der Mister Handball im Illtal, Erich Hinsberger, der nach überstandenem Herzinfarkt wieder auf der Kommandobrücke der HF Illtal steht, geht davon aus, "dass wir am Samstagabend mit breiter Brust auflaufen werden". Dabei baut der Vorsitzende auch auf seinen Spielertrainer. Denn der inzwischen auch schon 41-jährige Krzysztof Wroblewski spielt, seitdem klar ist, dass nach dieser Saison und insgesamt fünf Jahren Schluss ist im Illtal, für Oberliga-Verhältnisse fast schon Handball von einem anderen Stern. In den letzten Spielen war der Pole jeweils bester Torschütze und Denker und Lenker seiner Mannschaft. "Ich werde bis zur letzten Minute für meinen Verein alles geben", verspricht Wroblewski. Gibt aber auch zu, dass "die Entscheidung des Vorstandes, meinen Vertrag nicht zu verlängern, doch etwas schmerzhaft war". Er akzeptiere sie aber, beteuert er. Und werde alles tun "um meinem Nachfolger Peter Monz nach der Saison eine intakte Mannschaft zu übergeben."

Fünf erfolgreiche Jahre habe er bei den Zebras gehabt und er sei stolz auf das, "was wir zusammen auf die Beine gestellt haben". Erich Hinsberger bescheinigt dem Noch-Trainer hervorragende Arbeit in dieser langen Zeit. "Aber", so Hinsberger weiter, "vielleicht haben wir uns auch etwas abgenutzt. Vor allem junge Spieler hatten schon so ihre Probleme mit der polnischen Psychologie ihres Trainers. Auch deshalb haben wir uns entschlossen, mit Peter Monz in die neue Saison zu gehen." Der Ex-Trainer der Marpinger Zweitligafrauen habe ein "überzeugendes" Konzept vorgelegt, "jetzt muss er zeigen, was er drauf hat." Zunächst aber wollen Krzysztof Wroblewski und seine Jungs an diesem Samstag in St. Ingbert zeigen, dass sie wieder zur gehobenen Oberliga-Klasse gehören. "Wir haben noch nie dort gewonnen, und die nie bei uns", erinnert sich der Vorsitzende. Aber jede Serie hat auch mal ein Ende. "Warum nicht am Samstagabend", fragt er. Und baut dabei auch auf die Fans, die wieder in Scharen nach St. Ingbert fahren werden. "Obwohl einige den Besuch von Kappensitzungen vorziehen", hat Hinsberger erfahren. "Doch auch die sollen ihren Spaß haben", zeigt das Ober-Zebra durchaus auch Sympathien für die Narren.Neunkirchen. Eine Woche nach dem unerwarteten 28:31 in Wittlich spielen die Handballfrauen des TuS 1860 Neunkirchen an diesem Wochenende wieder zuhause. Am Samstag um 19.30 Uhr ist der TSV Kandel in der TuS-Halle zu Gast, der als Tabellenelfter bisher erst fünf von 17 Saisonspielen gewonnen hat. Eine von zwölf Niederlagen kassierte die Mannschaft aus der Südpfalz beim 28:34 in der Vorrunde gegen Neunkirchen. "Aber damals war die beste Spielerin der Kandeler Mannschaft nicht dabei", erinnert sich TuS-Trainer Mirko Pesic gut zurück. Doch er weiß auch um die Stärke seiner Mannschaft und lässt deshalb keinen Zweifel daran, wo die Punkte am Samstag zu bleiben haben. "Bei jedem Respekt vor dem Gegner und ohne Überheblichkeit ist Kandel eine Mannschaft, die man packen muss", macht Pesic klar, was er erwartet. Zwar dürfe man auch diesen Gegner nicht unterschätzen, "aber wenn alles normal läuft, dürften wir keine Probleme haben", glaubt der TuS-Trainer "Ansonsten wäre die Saison gelaufen", fürchtet er.

Die Niederlage seiner Mannschaft in Wittlich hatte Pesic noch Tage danach nicht so ganz verdaut. "Aber wir haben im Verlauf der Woche viele Gespräche geführt", sagt der 50-Jährige, in denen das Spiel analysiert wurde und jetzt hofft der Trainer, dass seine Mädels am Samstag eine Trotzreaktion zeigen werden. Danach hat seine Mannschaft zwei Wochen Punktspielpause und danach steht am 27. Februar die schwere Auswärtsaufgabe in Hilbringen auf dem Programm. Fast genauso wichtig wie das Spiel seiner Mannschaft ist für den Neunkircher Trainer am Samstag das Verfolgerduell zwischen dem Vierten Friesenheim und dem Dritten Bannberscheid. Dabei baut Pesic auf die Heimstärke der Mannschaft aus dem Ludwigshafener Stadtteil. "Ich hoffe, dass Friesenheim gewinnt", sagt Pesic, "denn das wäre auch gut für uns." heb "Ich werde bis zur letzten Minute für meinen Verein alles geben"

Noch-Trainer

Krzysztof Wroblewski