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Miami huldigt seinem König

Miami huldigt seinem König

Wie ein Popstar wurde LeBron James gefeiert, und die Lobeshymnen nahmen kein Ende. Mit 37 Punkten und zwölf Rebounds beim 95:88 im siebten und entscheidenden Spiel der Finalserie in der Basketball-Profiliga NBA gegen die San Antonio Spurs führte der „King“ seine Miami Heat in der Nacht zu Freitag zur Titelverteidigung.

"LeBron ist der beste Spieler des Planeten", twitterte Dirk Nowitzki aus Deutschland nach Florida.

"Er ist der Beste", jubilierte auch Miamis Cheftrainer Eric Spoelstra nach der Gala des 28-Jährigen vor 20 000 Zuschauern im American Airlines Center: "Er stellt sich jeder Herausforderung und wächst daran." Gerührt und bescheiden gab sich James. Direkt nach der Schlusssirene führte sein erster Weg zu Spurs-Center Tim Duncan, um dem mit 24 Punkten besten Werfer der Texaner Respekt zu zollen. "Die Spurs haben uns wirklich bis an die Grenze getrieben", sagte James.

Seinem Spitznamen "Der Auserwählte" machte James aber alle Ehre. "Meine Vision, die ich beim Wechsel nach Miami hatte, hat sich erfüllt. Den Titel zu verteidigen, ist ein unglaubliches Gefühl", sagte er. Schon als wertvollster Spieler (MVP) der Saison ausgezeichnet, wurde James nun auch MVP der Finalserie. Nach den Basketball-Legenden Larry Bird und Michael Jordan ist James erst der dritte Spieler, der mindestens zweimal in einer Saison beide individuellen Trophäen gewonnen hat.

Miami war eigentlich schon erledigt, lag in Spiel sechs kurz vor Schluss mit drei Punkten im Rückstand, rettete sich in die Verlängerung und durfte nun jubeln. "Wir hatten die große Chance in Spiel sechs", klagte denn auch der Franzose Tony Parker. Stolz war dagegen sein Trainer Gregg Popovic - trotz des verpassten fünften Titels: "Ich liebe unser Team. Niemand hat uns diese Leistung zugetraut."