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Merchweiler jetzt allein auf dem Platz an der Sonne Vierte Niederlage in Folge für die Zebras

Merchweiler jetzt allein auf dem Platz an der Sonne Vierte Niederlage in Folge für die Zebras

Merchweiler/Fischbach. Schon vor ihrem Aufeinandertreffen beim Gipfeltreffen der Handball-Saarlandliga am Samstagabend in der Quierschieder Taubenfeldhalle waren die Verantwortlichen des HC Fischbach und des TV Merchweiler nicht müde geworden, den Gegner zum Favoriten und gar Sieger zu erklären

Merchweiler/Fischbach. Schon vor ihrem Aufeinandertreffen beim Gipfeltreffen der Handball-Saarlandliga am Samstagabend in der Quierschieder Taubenfeldhalle waren die Verantwortlichen des HC Fischbach und des TV Merchweiler nicht müde geworden, den Gegner zum Favoriten und gar Sieger zu erklären. Doch weil es das Richtige im Falschen bekanntlich nicht geben kann, musste eine Seite widerlegt werden. Es sollte den TV Merchweiler treffen.

Verdienter Merchweiler Sieg

"Es kann gut sein, dass wir gegen Fischbach unter die Räder kommen", hatte TVM-Leiter Thomas Grewen zu bedenken gegeben. Am Ende gewann der TVM vor rund 200 Zuschauern deutlich und verdient mit 28:23 (12:13). Trainer Christian Piller mühte sich jedoch auch nach dem Spiel, die wachsenden Erwartungen in den ungeschlagenen Tabellenführer (8:0 Punkte) aus dem Allenfeld zu dämpfen: "Das ist derzeit over the top. Die vielen jungen Spieler werden dieses Level auf Dauer nicht halten können." Gleichwie war auch in diesem Spiel die Strategie des neuen TVM-Trainers wieder aufgegangen. Pillers Vorgabe war es gewesen, möglichst lange mitzuhalten, weil ihm schwante, dass am Ende die Kondition den Ausschlag geben würde; und da sah er seine junge Mannschaft im Vorteil.

Kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit wurde schon deutlich, dass der TVM sich wohlweislich ein paar Pfeile im Köcher aufgehoben hatte. In der 35. Minute gelang mit 16:15 die erste Führung im Spiel, die Schlussviertelstunde brach beim Spielstand von 21:18 an. Schlag auf Schlag folgte das 22:18 und das 23:18. "Diese Spielphase ist meistens die entscheidende. Heute war es wieder so", weiß der bundesligaerfahrene Zwei-Meter-Mann Piller aus Erfahrung.

Auch unmittelbar auf dem Parkett, namentlich in der Abwehr gegen HF-Kreisrecke Michael Zeimet, brachte Piller am Samstag seine Spielerfahrung ein. Zeimet, und damit Fischbachs gefährlichste Waffe, war damit entschärft. Zumal TVM-Torwart Steven Weiler am Samstag Sonntagsform abrufen konnte. Im Angriff des TVM waren es der 18-jährige Tobias Ranft (sechs Tore) und die beiden 30-jährigen Andreas Wittig (7) und Christoph Wagner (4), die zunehmend für auffallende Akzente sorgten, nachdem in Halbzeit eins im Wesentlichen schmucklose Schlagwürfe gezündet worden waren. Uchtelfangen/Dirmingen. Mit 31:36 (19:18) verloren die Handballfreunde Illtal am Samstag beim TV Vallendar und damit das vierte Mal in Folge. Erich Hinsberger nimmt selten ein Blatt vor den Mund, spart nicht mit Kritik an Mannschaft und Trainer, wenn es angebracht erscheint - Schiedsrichterleistungen kommentiert er derweil nur äußerst selten. Wenn dem Grand-Seigneur des Illtaler Handballs dann doch ein dahingehendes Urteil entfährt, so wie am Samstagabend, dann ist auch etwas dran. "Das waren Heimschiedsrichter par excellance." Die Zornesröte trieb den Illtaler Zebras insbesondere eine Situation zum Anbruch der Schluss-Viertelstunde ins Gesicht. Beim Spielstand von 24:23 rauschten ein Vallendarer Angreifer und Marcel Liebetrau zusammen; die Schiedsrichter pfiffen Stürmerfoul. Illtal war bereits in der Vorwärtsbewegung, als ein Schiri sich doch kurzerhand umentschied und die Situation zu Gunsten der Gastgeber auslegte; Siebenmeter für Vallendar und obendrein eine Zeitstrafe gegen die Zebras. Durch das 24:24 in Überzahl bekamen die Gastgeber Oberwasser. "Das hat uns echt von der Rolle geworfen", sagte Hinsberger nicht ganz ohne Selbstkritik. Denn die Zebras konnten ab da keinen kühlen Kopf mehr bewahren. Viel schmerzhafter war dann jedoch die Verletzung von Spielmacher Sebastian Hoffmann. "Ich warte noch auf den Anruf aus dem Krankenhaus, aber die erste Diagnose der Ärzte war Kahnbeinbruch", legten sich am Sonntagmittag Sorgenfalten auf die Stirn des Vorsitzenden. Vallendars Trainer Wolfgang Reckenthäler sagte: "Illtal hat im Vergleich zum Vorjahr an Substanz verloren, da steckt noch einiges an Entwicklung dahinter, aber zugegeben, wir hätten heute keinen so starken Gegner erwartet." Entschieden wurde das Spiel erst in den letzten Minuten, der Rest war technisch guter Tempohandball auf beiden Seiten. sep