1. FC Saarbrücken: Mendler bleibt, bis der Park fertig ist

1. FC Saarbrücken : Mendler bleibt, bis der Park fertig ist

Mittelfeldspieler verlängert bis 2020. Völklingen wird wohl Spielstätte bleiben.

(cor) Vor Montag wird es keine Entscheidung geben, ob der 1. FC Saaarbrücken, Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga Südwest, auch bei einem Aufstieg in die 3. Liga seine Heimspiele weiter im Völklinger Hermann-Neuberger-Stadion austrägt. Der dortige Stadtrat hatte am Donnerstag den Ausbauplänen zugestimmt, doch schwankt der Verein wohl noch. „Über das Wochenende werden die Wirtschaftsprüfer noch einmal alle Modelle durchrechnen“, erklärte Peter Müller, Sprecher von FCS-Präsident Hartmut Ostermann.

Teile der Fans wären lieber in eine andere saarländische Hüttenstadt umgezogen. Doch selbst im Neunkircher Rathaus räumt man hinter vorgehaltener Hand einen „riesigen Investitionsstau“ für das Ellenfeld-Stadion ein. Der Traum der Blau-Schwarzen von der Rückkehr in den Saarbrücker Ludwigspark soll nach den Plänen der Landeshauptstadt erst 2020 möglich sein. Dort ruhen derzeit witterungsbedingt die Arbeiten zur Hangsicherung hinter der Victor‘s Tribüne. Dagegen sind die Ausschreibungen für das neue Hauptgebäude und die darin vorgesehenen Fahrstühle in dieser Woche veröffentlicht worden.

Nicht mit dem Fahrstuhl, sondern sportlich nach oben will FCS-Trainer Dirk Lottner. Mit einem Sieg über den FSV Mainz II (Samstag, 14 Uhr, Neuberger-Stadion in Völklingen) würde seine Mannschaft zumindest die nächste Stufe auf diesem Weg nehmen. „Mainz hat eine Mannschaft, die an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann“, warnt Lottner, dessen Personalprobleme immer größer werden. Am Freitag meldete sich Stürmer Sebastian Jacob mit Hüftblockade ab, schon am Donnerstag mussten Kapitän Manuel Zeitz (fiebrige Erkältung) und Martin Dausch (Hexenschuss) absagen. Steven Zellner ist zwar wieder im Training, angesichts von voraussichtlich acht Spielen alleine im März will Lottner allerdings kein Risiko eingehen.

„Wir müssen das jetzt einfach annehmen, die Qualität der Mannschaft ist groß genug“, sagte der Trainer, der am Freitag zumindest eine frohe Botschaft zu verkünden hatte: Mittelfeldspieler Markus Mendler hat seinen Vertrag beim FCS bis 2020 verlängert. Er könnte also vielleicht sogar noch im neuen Ludwigspark auflaufen.

Mehr von Saarbrücker Zeitung