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Fußball-Oberliga
Meisterfeier früher als gedacht möglich

Wenn alles optimal läuft, muss Jürgen Luginger heute Abend gar nicht so grimmig gucken. Der FC Homburg kann vorzeitig Meister werden.
Wenn alles optimal läuft, muss Jürgen Luginger heute Abend gar nicht so grimmig gucken. Der FC Homburg kann vorzeitig Meister werden. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Der FC Homburg kann heute im Heimspiel gegen Pfeddersheim alles klarmachen. Die Planung läuft auf Hochtouren. Von Ralph Tiné

Der Jubel dürfte am Mittwochabend beim FC Homburg groß gewesen sein – dabei hat die Mannschaft gar nicht gespielt. Der Grund für die Freude beim Spitzenreiter der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar war die 0:1-Niederlage des FK Pirmasens im Nachholspiel beim FSV Salmrohr. Durch den unerwarteten Punktverlust des Tabellenzweiten kann der FCH schon heute Abend gegen die TSG Pfeddersheim zuhause den Aufstieg in die Regionalliga Südwest perfekt machen. Das Spiel wird um 19 Uhr im Homburger Waldstadion angepfiffen.


„Wir haben jetzt das Ziel vor Augen. Wir müssen nur die Lockerheit behalten. Ich denke, die Mannschaft kann am Freitag befreit aufspielen“, will Jürgen Luginger erst gar keinen Druck aufkommen lassen. Druck hat dagegen Rafael Kowollik durch den überraschend früheren Termin der möglichen Meisterschaftsfeier. „Es ist alles in Planung“, sagt der zweite Vorsitzende und Geschäftsführer des Vereins zu der verkürzten Vorbereitungszeit, stellt aber auch klar: „Der Abstieg in der letzten Saison war ein Betriebsunfall. Deshalb werden wir bei einem Sieg am Freitag auch nicht feiern, als hätten wir die Champions League gewonnen.“

Die frühzeitige Meisterschaft wäre das i-Tüpfelchen auf eine auch ansonsten ereignisreiche Woche beim FCH. Am Dienstag hat der Verein bestätigt, dass Michael Berndt zur neuen Saison das Amt des Sportmanagers übernehmen wird (die SZ berichtete). In dieser Position wird der frühere Mittelfeldspieler der Grün-Weißen sich „um die sportlichen Strukturen im gesamten Verein kümmern“.

In der vorletzten Saison war Berndt als Trainer mit der U19 in die Regionalliga Südwest aufgestiegen und steht aktuell auf dem achten Tabellenplatz. Der 39-Jährige wird auch nach seinem Wechsel einer von dann zwei Trainern der U19 bleiben. Die Nachwuchsarbeit ist für Berndt eine Herzensangelegenheit: „Ein Schwerpunkt liegt natürlich immer auf der ersten Mannschaft. Aber man darf die anderen Bereiche nicht vergessen. Nur dann kann ein Verein erfolgreich sein. Ich gehe mit einem guten Gefühl an die neue Aufgabe, sonst hätte ich es nicht gemacht.“ Wie die Zusammenarbeit mit Luginger aussehen werde, müsse noch besprochen werden. „Am Ende“, sagt Berndt, „hängt natürlich viel vom sportlichen Erfolg ab, aber ich glaube, dass das funktionieren wird.“ Das glaubt auch Luginger: „Mich freut es, dass Michael das Amt übernimmt. Das war in unser aller Sinne. Er kennt den Verein in- und auswendig – das passt.“

Am Dienstag wurde auch der Wechsel von Daniel di Gregorio zum FC Homburg offiziell verkündet. Der Vizekapitän des aktuellen Regionalliga-Dritten SV Waldhof Mannheim hat bei den Saarpfälzern einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. „Daniel ist ein defensiver Mittelfeldspieler, der auch in der Innenverteidigung spielen kann. Wir wollen keine Spieler für die Masse holen, sondern Spieler mit Qualität“, gibt Trainer Luginger dem neuen Topspieler schon mal einige Vorschusslorbeeren mit auf den Weg.