Mehr Schatten als Licht für den FCS

Saarbrücken · Das Viertelfinale der Champions League wird für den 1. FC Saarbrücken ziemlich sicher Endstation sein. Und in der Tischtennis-Bundesliga konnte die Mannschaft gestern, trotz eines knappen Sieges, ebenfalls nicht überzeugen.

Erst eine Klatsche in der Champions League (0:3), dann ein nur knapper Pflichtsieg in der Tischtennis-Bundesliga (3:2): Der 1. FC Saarbrücken hat ein Wochenende mit mehr Schatten als Licht hinter sich.

Am Freitagabend erlebten die Profis des FCS ein Debakel. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League unterlag der amtierende ETTU-Pokalsieger dem Titelfavoriten Fakel Gazprom Orenburg aus Russland mit 0:3. Damit sind die Chancen auf den Halbfinal-Einzug bereits vor dem Rückspiel am kommenden Freitag auf ein Minimum gesunken. Zwar war den Gastgebern schon vor der Partie klar gewesen, dass ein Sieg gegen die Übermannschaft Europas mit den Topstars Dimitrij Ovtcharov und Vladimir Samsonov schwer werden würde, dass es am Ende aber eine so deutliche Niederlage wurde, wurmte die Mannschaft sehr.

Bojan Tokic, diesmal an Nummer eins gesetzt, musste zu Beginn der Partie gegen Samsonov antreten. Tokic gewann zwar den ersten Satz, doch am Ende hatte der Routinier aus Weißrussland mit 3:1 die Nase vorn. Das anschließende Duell zwischen den beiden Spitzenspielern Tiago Apolonia und Dimitrij Ovtcharov entwickelte sich zur Freude der über 1000 Zuschauer zu einem hochklassigen Match. Im ersten Satz dominierte Apolonia den derzeit besten Europäer und gewann mit 11:9. Auch im zweiten Durchgang blieb der Portugiese am Drücker, doch Ovtcharov kämpfte sich mehr und mehr in die Partie und gewann am Ende mit 18:16. Nach diesem Satzgewinn lief der 26-Jährige zur Höchstform auf und setzte Apolonia mit seiner krachenden Rückhand immer mehr unter Druck. Am Ende ging auch das zweite Einzel mit 3:1 an die Gäste.

Als dann auch Adrien Mattenet nach gutem Start den Faden verlor und seinem Gegner Alexei Smirnow mit 1:3 unterlag, war die Niederlage besiegelt. "Wir hatten uns mehr erhofft", sagte der enttäuschte Trainer Slobodan Grujic. Trotz der deutlichen Pleite wollte Saarbrückens Trainer die Hoffnung auf das Halbfinale noch nicht aufgeben, gestand allerdings ein, dass seine Mannschaft nur mit einer "ganz kleinen Chance" im Gepäck nach Russland reist.

Im Bundesliga-Heimspiel gestern gegen den Drittletzten Post SV Mühlhausen tat sich der FCS dann sehr schwer. Sowohl Mattenet als auch Apolonia hatten gegen Mühlhausens Lars Hielscher das Nachsehen. Nachdem Saarbrückens Portugiese den FCS zu Beginn in Führung gebracht hatte und Tokic nach der Pause auf 2:1 erhöhte, gelang Mattenet beim Stand von 2:2 mit einem 3:0-Erfolg der entscheidende Punkt. So konnte der FCS wenigstens Anschluss an die Playoff-Plätze halten - der einzige echte Lichtblick.