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Mehr Geld für Verlierer Bogner

Mehr Geld für Verlierer Bogner

München. Die Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH haben gestern eine Anhebung des Bewerbungsetats für die olympischen Winterspiele 2018 um drei auf 33 Millionen Euro beschlossen. Trotz Schwierigkeiten solle das Geld ausschließlich über private Sponsoren beschafft werden, teilten sie in der Bayerischen Staatskanzlei mit

München. Die Gesellschafter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 GmbH haben gestern eine Anhebung des Bewerbungsetats für die olympischen Winterspiele 2018 um drei auf 33 Millionen Euro beschlossen. Trotz Schwierigkeiten solle das Geld ausschließlich über private Sponsoren beschafft werden, teilten sie in der Bayerischen Staatskanzlei mit. Dieses Ergebnis ist für Geschäftsführer Willy Bogner eine Niederlage. "Wir haben uns ein bisschen mehr vorgestellt", sagte der 68-Jährige. Er hat zuvor lautstark 37 Millionen gefordert. "Wir müssen jetzt schauen, wo wir die vier Millionen einsparen können", sagte er. Er hoffe, mit den Mitteln "eine anständige Bewerbung" hinzubekommen. Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, forderte unverzüglich "eine erstklassige Bewerbung" ein. Bogners Forderung nach Steuergeld für die Bewerbung für die Olympischen Spiele wegen der schwierigen Sponsorensuche wurde abgelehnt. Man plane "keine Beanspruchung der Steuerzahler", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, SPD. Seehofer versicherte, man habe bei der Suche nach privaten Geldgebern "eine Reihe von Dingen in der Pipeline". 22 Millionen Euro für die Bewerbung seien abgesichert. Zu den fehlenden elf Millionen sagte er: "Wir werden uns mit aller Macht bemühen, die Finanzierung über Sponsoren zu erreichen." Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Thomas Bach, sprach nach der Krisensitzung von einem "ermutigenden Tag" für die deutsche Bewerbung. Alle Beschlüsse seien "einstimmig und einvernehmlich" gefasst worden. "Das Gewitter der letzten Tage ist vorbei", bilanzierte Ude. Die Frage nach der Höhe des Bewerbungsetats ist nun geklärt. Nachdem Oberammergau als Austragungsort der Biathlon- und Langlauf-Wettbewerbe durch das Gestüt Schwaiganger im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ersetzt werden musste, ist nun aber der Kampf um notwendige Grundstücke in Garmisch überlebenswichtig für die Bewerbung. Diese "Hürde" sei "nicht unüberwindlich", erklärte Ude hoffnungsvoll. Garmischs Bürgermeister Thomas Schmid sprach von einer "Riesenaufgabe" und versicherte, dass es "keine Enteignung" von Bauern in Garmisch gebe. "Die ersten Verträge flattern ins Haus", verkündete er zuversichtlich. dpa

Auf einen BlickMünchen war vor dreieinhalb Wochen neben Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich) vom Internationalen Olympischen Komitee als Klassenbester bei fünf der elf Bewertungskriterien zur Kandidatenstadt ernannt worden. Der Winterspielort 2018 wird am 6. Juli 2011 gewählt. dpa