| 20:25 Uhr

DFB-Pokal
Mehr als nur ein Ersatz für Aubameyang

BVB-Talent Alexander Isak (Zweiter von links), hier beim Jubel mit den Teamkollegen über das 1:0, spielte beim 5:0 in Magdeburg groß auf.
BVB-Talent Alexander Isak (Zweiter von links), hier beim Jubel mit den Teamkollegen über das 1:0, spielte beim 5:0 in Magdeburg groß auf. FOTO: Hendrik Schmidt / dpa
Magdeburg. Der 18-jährige Dortmunder Alexander Isak ließ beim 5:0-Pokalsieg in Magdeburg sein Talent aufblitzen.

Alexander Isak wollte am späten Dienstagabend die Rolle als Mann des Tages nicht annehmen. Fast schüchtern drückte sich der 18-Jährige nach seinem überzeugenden Startelf-Debüt für Borussia Dortmund an den wartenden Journalisten vorbei. Beim mühelosen 5:0 (1:0) in der zweiten DFB-Pokalrunde bei Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg erzielte der junge Schwede einen Treffer, bereitete einen weiteren vor und machte das Fehlen des angeschlagenen Torschützenkönigs Pierre-Emerick Aubameyang fast vergessen. Das Reden überließ der Stürmer, dessen familiäre Wurzeln in Eritrea liegen, anderen.



„An ihm werden wir noch viel Freude haben. Seine Entwicklung ist ja auch noch lange nicht abgeschlossen. Er hat ein Mega-Potenzial“, sagte Teamkollege Nuri Sahin. Auch Trainer Peter Bosz lobte: „Er hat Auba vor sich, das ist nicht einfach für ihn. Wenn er die Chance kriegt, muss er sie auch nutzen. Das hat er heute getan.“

Topstürmer Aubameyang war aufgrund von muskulären Problemen nicht mit nach Sachsen-Anhalt gereist, Isak durfte erstmals seit seinem Wechsel zum Pokal-Titelverteidiger in der vergangenen Winterpause von Beginn an ran. Und wie vergessen schienen diesmal die Anfangsprobleme des BVB-Juwels. Als Isak aus dem schwedischen Solna nach Westfalen kam, sei er noch nicht reif für den Männerfußball gewesen, meinte Sahin. Zweikampf-Härte und Körpereinsatz hätten dem eher schmächtigen Angreifer gefehlt. Doch jetzt sei er so weit. Der 8,6 Millionen-Einkauf könnte Aubameyang auch am kommenden Samstag im Bundesliga­spiel gegen Hannover 96 vertreten.

Auch der zweifache schwedische Nationalspieler ist ein schneller Angreifer. „Er hat sich jetzt das Selbstbewusstsein geholt. Dieses Spiel wird ihm einen Schub geben“, betonte Sahin. Das dürfte auch für die Teamkollegen gelten. Nach einer schwierigen englischen Woche mit drei nicht gewonnenen Pflichtspielen sammelte der Bundesliga-Tabellenführer in hitziger Atmosphäre Selbstvertrauen. Dortmund beendete damit eine Krise, die innerhalb des Clubs gar nicht als solche wahrgenommen wurde.