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Medaillenregen von Falun soll Biathleten beflügeln

Falun. Die deutschen Biathleten haben im Saisonverlauf gezeigt, dass bei der Weltmeisterschaft im finnischen Kontiolahti mit ihnen zu rechnen sein wird. Darauf setzt auch der Deutsche Skiverband nach der nordischen WM. dpa/sid

Nach der überaus erfolgreichen nordischen Ski-WM in Falun hofft der Deutsche Skiverband (DSV) auch bei der Biathlon-Weltmeisterschaft auf eine reiche Medaillenausbeute. "Es wäre schön, wenn wir noch ein wenig auf dieser Erfolgswelle weiterreiten könnten. Die Ergebnisse von Falun werden unsere Biathleten hoffentlich beflügeln", sagte DSV-Präsident Franz Steinle gestern: "Dass sie um die Medaillen mitlaufen können, haben sie ja im gesamten Saisonverlauf eindrucksvoll gezeigt."

Der DSV reist mit insgesamt elf Athleten nach Kontiolahti, wo an diesem Donnerstag in der Mixed-Staffel die erste von elf Entscheidungen ansteht. Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz, Luise Kummer und Franziska Preuß bei den Damen sowie die Herren Andreas Birnbacher, Daniel Böhm, Benedikt Doll, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Simon Schempp bilden das deutsche Aufgebot. Der DSV hatte insgesamt zwölf Medaillen als Ziel für die beiden Titelkämpfe im nordischen Bereich und Biathlon ausgegeben. Nachdem die DSV-Asse in Falun bereits acht Mal Edelmetall - darunter fünf Goldplaketten - gewonnen haben, ist der Erfolgsdruck nicht mehr ganz so groß. "Ich denke, wir können sehr optimistisch zur WM fahren", sagte Steinle.

Optimistisch ist auch Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner . "In den Einzelrennen gibt es mehrere Kandidaten, die Medaillen holen können - vielleicht sogar Goldmedaillen", sagte Neuner gestern: "Sicher möchte ich keinen Druck aufbauen, aber ich finde, Medaillen mit den Staffeln sind nach diesen tollen Rennen schon fast ein Muss." Nach Neuners Rücktritt vor drei Jahren wurde der Niedergang des Biathlons in Deutschland prophezeit, nach schwachen Olympischen Spielen 2014 in Sotschi geht es nun aber wieder bergauf. "Ich finde, dass das junge Team das trotz der ganzen Diskussionen sehr gut macht und unbeirrt seinen Weg geht", sagte Neuner.