Max Hopp spielt bei Darts-WM jetzt gegen Michael van Gerwen

Darts-WM in London : Hopp trifft jetzt auf den Superstar van Gerwen

Neben Gabriel Clemens ist Max Hopp der zweite von vier Deutschen, der sein Auftaktmatch bei der Darts-WM gewonnen hat. Der 22-Jährige aus Idstein ist an Nummer 32 gesetzt, stieg daher erst in der zweiten Runde ein und gewann dort am Samstag souverän mit 3:0 gegen den Niederländer Danny Noppert.

Martin Schindler und Robert Marijanovic sind dagegen in der ersten Runde ausgeschieden.

„Ich habe in diesem Jahr wieder einen Schritt nach vorne in meiner Entwicklung gemacht. Ich fühle mich gut, ich glaube an mich“, sagte Hopp. Wie groß der Glaube ist, wird man am kommenden Samstag sehen. Im letzten Spiel des Abends trifft Hopp dann auf die Nummer eins der Darts-Welt, Michael van Gerwen aus den Niederlanden.

Der 29-Jährige dominiert seit Jahren die Szene, war aber erst zweimal Weltmeister. In diesem Jahr will van Gerwen seinen dritten Titel holen. „Ja, er ist der Beste, aber er ist schlagbar. Ich kenne ihn jetzt schon sechs Jahre. Ich habe keine Angst mehr vor ihm. Er soll kommen“, sagte Hopp. Konfrontiert mit der Aussage meinte van Gerwen: „Ich bin ein Gewinner und schaue nur nach vorne. Ich versuche, jede Mauer zu durchbrechen, egal wer mein Gegner ist.“

Hopp wird auch auf die Hilfe der deutschen und der saarländischen Fans setzen. Im April hatte er in der Saarbrücker Saarlandhalle seinen bislang größten Erfolg gefeiert, als er die German Darts Open gewann. Die saarländischen Fans ließen damals mit dem Karnevalsruf „Alleh Hopp!“ die Halle beben. „Das hatte mich unheimlich gepuscht. Wenn das die Saarländer und Deutschen am Samstag gegen van Gerwen wieder hinbekommen, wäre das mega“, sagte Hopp.

Ob das van Gerwen beeindrucken wird, bleibt abzuwarten. Vor seinem 3:0-Sieg gegen den Engländer Alan Tabern war van Gerwen beim Einlauf mit einem gefüllten Bierbecher beworfen worden und musste noch einmal kurzfristig sein Trikot wechseln. „Ich war überrascht, und es hat meine Vorbereitung gestört. An meinem Spiel hat es aber nichts geändert“, sagte die Nummer eins der Welt ziemlich entspannt.