Maurice Springfeld will sich beim FC Homburg in die Mannschaft spielen

Neuzugang beim FC Homburg : Springfeld nimmt den Kampf an

Der Neuzugang des FC Homburg will sich beim Regionalligisten in die Mannschaft spielen. Am Samstag Saisoneröffnung.

Wie ersetzt man einen Abwehrchef, der maßgeblich daran beteiligt war, dass eine Mannschaft in der ganzen Saison nur 30 Gegentore kassiert hat – und dazu noch selbst zwölf Treffer erzielt hat? Auf diese Frage musste der FC Homburg eine Antwort finden, nachdem Alexander Hahn den Verein in Richtung Rot-Weiß Essen verlassen hat. Da ein solcher Spieler ohne finanziellen Gewaltakt kaum zu bekommen ist, verteilt der FCH die Verantwortung auf mehrere Schultern.

Für eigene Treffer ist ab sofort Stürmer Marcel Carl zuständig. In der Defensive wurde nach Stefano Maier vom West-Regionalligisten Viktoria Köln Anfang Juli mit Maurice Springfeld ein weiterer Innenverteidiger geholt. Der Spieler, der von Hannover 96 II gekommen ist, ist zwar erst 21 Jahre alt, bringt aber schon die Erfahrung von 37 Einsätzen in der Regionalliga Nord mit. Sein Alter sieht Springfeld entsprechend nicht als Nachteil, wenn es um die Verteilung der Stammplätze geht. „Ich denke, der Trainer hätte uns junge Spieler nicht hierher geholt, wenn er uns hintendran sehen würde. Das wird ein offener Kampf, bei dem es das Wichtigste ist, dass du dem Trainer zeigst, dass du unbedingt spielen willst“, sagt der junge Mann mit Selbstvertrauen.

Stolz ist der im Mai 1998 geborene Spieler auf den DFB-Pokalsieg, den er in der Saison 2015/2016 mit der U19 von Hannover 96 geholt und dabei im Achtelfinale den 1. FC Saarbrücken ausgeschaltet hatte. Springfeld hat schon so manches erreicht, spielte schon mit 17 Jahren in der U19, ist aber auch Realist und weiß, dass die Kluft zwischen der Jugend und den Aktiven mitunter groß ist. „Schon als ich mit drei Jahren mit Fußball anfing, habe ich davon geträumt, irgendwann mal oben mitspielen zu können. Das ging mit dem DFB-Pokalsieg schon mal in die richtige Richtung. Allerdings ist Herrenfußball etwas anderes“, sagt Springfeld.

Was den Hannoveraner nach 16 Jahren bei seinem Heimatclub ins Saarland geführt hat, erklärt Springfeld mit norddeutscher Nüchternheit: „Ich habe einen neuen Verein gesucht, und der FCH hat mich angerufen. Danach ging alles sehr schnell.“ Springfeld betont die gesunden Strukturen im Mannschaftsgefüge: „Als ich im Trainingslager angekommen bin, haben mich die anderen sehr positiv aufgenommen. Das ist nicht selbstverständlich, wenn da ein junger Spieler kommt, von dem du noch nie was gehört hast.“ Von den neuen Kollegen hat er auch erfahren, wo die Konkurrenz zu verorten ist. „Die Jungs haben mir erzählt, dass Elversberg und Saarbrücken keine schlechten Mannschaften sind. Aber ich denke, da können wir uns auf Augenhöhe sehen“, sagt Springfeld.

Der FC Homburg empfängt an diesem Samstag zu seiner Saisoneröffnung im Waldstadion den luxemburgischen Erstligisten CS Fola Esch. Das Stadion öffnet um 13 Uhr, Anstoß ist um 14 Uhr.

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