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Masters-Quali-Turniere in Reiskirchen, Schaffhausen und Schmelz

Masters-Turniere : Da schnürt auch mal ein 57-Jähriger die Schuhe

Früherer Zweitliga-Kicker Peter Rubeck läuft aushilfsweise in Reiskirchen auf. In Schmelz und Schaffhausen gibt’s auch Punkte.

Drei Qualifikationsturniere zum Hallenmasters im Überblick.

Turnier des SV Reiskirchen: Mit „Spielertrainer“ Peter Rubeck hat die SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim das Turnier des SV Reiskirchen (59 Wertungspunkte) gewonnen. Der 57-jährige Rubeck zog beim 3:1-Sieg der SG im letzten Vorrundenspiel gegen den TuS Wiebelskirchen noch einmal selbst die Schuhe an – weil es in dieser Partie bei Ballweiler personell eng wurde.

Zwei Akteure seines Sechs-Mann-Kaders standen Rubeck nicht mehr zur Verfügung, weshalb er sich zu der ungewöhnlichen Maßnahme entschied, selbst aufzulaufen. „Es hat Spaß gemacht, und es war für meine Jungs sicher interessant, ihren Trainer mal auf dem Feld spielen zu sehen“, erklärte der ehemalige Zweitliga-Kicker auf seinen Kurzeinsatz angesprochen lachend.

Am Finaltag vergrößerte die SG aber ihren Kader – und so konnte Rubeck wieder wie gewohnt auf der Bank Platz nehmen. Von dort sah er, wie sein Team im Endspiel Saarlandligist SV Rohrbach mit 3:1 bezwang. Mirco Schwalbach brachte Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim schon nach wenigen Sekunden mit 1:0 in Führung. „Das hat ihnen in die Karten gespielt. Wir haben danach nicht zu unserem gewohnten Spiel gefunden“, meinte Rohrbachs Spielausschussvorsitzender Renzo Ortoleva.

Die Folge: Matthias Baumann erhöhte auf 2:0 für den Verbandsligisten, ehe Rohrbach durch Edin Makelic auf 1:2 verkürzte. Mit seinem zweiten Finaltreffer machte Schwalbach aber mit dem 3:1 für Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim den Sack zu.

„Nachdem wir in der Zwischenrunde gegen Rohrbach noch verloren hatten, haben wir daraus die richtigen Lehren gezogen und das Finale vor allem dank einer taktisch starken Leistung verdient gewonnen“, freute sich Rubeck. Durch den Sieg kletterte Ballweiler auf Rang elf der Masters-Tabelle. „Für uns ging es aber nur ums Preisgeld. Masters-Ambitionen haben wir nicht“, erklärt Rubeck. Die hat aber der SV Rohrbach: Der ist nach Rang zwei in Erbach Fünfter der Qualifations-Tabelle. „Für uns ist also noch alles drin“, freute sich Ortoleva.

Rang drei im Sportzentrum Homburg-Erbach ging am Samstag an Verbandsligist FSV Jägersburg II, der im „kleinen Finale“ den überwiegend mit A-Jugendlichen angetretenen Oberligisten Eintracht Trier mit 1:0 bezwang. Jägersburgs erste Mannschaft (Oberliga) war in der Zwischenrunde nach Niederlagen gegen Ballweiler und Rohrbach ausgeschieden.

Turnier des 1. FC Schmelz: Das Endspiel beim Gloria-Casino-Cup des 1. FC Schmelz (43 Wertungspunkte) wurde am Samstagabend zur Vereinsmeisterschaft: Im Finale in der Schmelzer Primshalle standen sich die erste und die zweite Mannschaft der gastgebenden FSG Schmelz-Limbach gegenüber.

Die Erste, die in der Landesliga spielt, führte nach Toren von Maurice Schwarz und Sezgin Bülcan schon 2:0 und sah wie der sichere Sieger aus. Doch die Zweite aus der Kreisliga kam durch Treffer von Christian Hilden und Lukas Zapp noch zum 2:2-Ausgleich. So musste das Siebenmeterschießen entscheiden. Dieses gewann die Erste der FSG mit 4:3. Zum Pechvogel für die Zweite wurde dabei Dennis Ziegler, der den entscheidenden Siebenmeter über das Tor schoss.

„Die Jungs investieren viel Zeit in der Halle und jetzt haben sie sich dafür auch mal belohnt. Für uns war das ein toller Jahresabschluss“, freute sich FSG-Trainer Luca Lanfranco. „Dass wir mit beiden Teams im Endspiel standen, war aber auch verdient, denn in den Halbfinals haben wir starke Leistungen gezeigt.“

Das Schmelz-Limbacher Landesliga-Team bezwang dort Verbandsliga-Tabellenführer SG Lebach-Landsweiler mit 3:2. Die Kreisliga-Mannschaft setzte sich gegen Saarlandligist SV Saar 05 in der Vorschlussrunde mit 3:2 nach Siebenmeterschießen durch. Lebach-Landsweiler sicherte sich anschließend durch ein 4:2 gegen Saar 05 Rang drei. Mario Valtchev traf in dieser Begegnung doppelt für die SG, die weiteren Treffer steuerten Kristi Dibra und Sascha Krauß bei.

Der Erfolg im „kleinen Finale“ sorgte beim Titelverteidiger aus der Theelstadt aber nur für wenig Begeisterung. „Für uns wäre heute definitiv mehr drin gewesen, weil wir unser bestes Turnier in diesem Winter gespielt haben“, ärgerte sich Doppeltorschütze Valtchev. Doch zu leichte Gegentreffer in der Vorschlussrunde verhinderten den Endspieleinzug der SG.

Turnier des SSC Schaffhausen: Mit schnellem Umschaltspiel, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und ein klein wenig Glück hat der SC Halberg Brebach am Samstagabend wichtige Punkte auf dem Weg zum Masters geholt. Beim Niederer-Cup des SSC Schaffhausen in der Sporthalle Hostenbach (35 Wertungspunkte) setzte sich der Saarlandligist im Endspiel mit 5:2 gegen den Ligakonkurrenten FC Rastpfuhl durch.

„Für uns waren diese Punkte ganz wichtig, weil wir zuletzt beim eigenen Turnier und beim Turnier vom SV Hellas Bildstock im Viertelfinale ausgeschieden sind“, freute sich SC-Trainer Martin Peter. Durch den Erfolg in Hostenbach eroberte sich Brebach Rang eins in der Wertungstabelle zurück.

Achmet Taher und Rayane Anseur trafen für den Sieger jeweils doppelt, den fünften Treffer für den SC steuerte Kenneth Asante bei. Ein Sonderlob gab es für Peter nach der Siegerehrung auch für seinen jungen A-Jugend-Torhüter Florian Lergon. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht und beispielsweise im Endspiel beim Stand von 0:0 eine super Parade gezeigt. Im direkten Gegenzug fiel das 1:0 für uns.“

Für Rastpfuhl trugen sich im Finale Nikita Dukvin und Patrick Wöber im Endspiel in die Torschützenliste ein. „Brebach hat sehr gut gestanden und war nach vorne super effektiv. Deshalb haben sie verdient gewonnen“, gab FC-Spielertrainer Christian Puff zu. Seine Mannschaft liegt derzeit mit 48,65 Punkten als Zehnter der Wertungstabelle nicht auf einem Masters-Qualifikationsplatz. „Dieses Jahr braucht man wohl 90 Punkte um zum Masters zu fahren“, sagt Puff. „Aber wir haben noch fünf Turniere, wir können es noch schaffen.“

Ein klein wenig Glück benötigte Sieger Brebach in Hostenbach übrigens im Halbfinale. Da setzte sich der Favorit erst in der Verlängerung mit 3:1 gegen Landesligist SF Hostenbach durch. Hostenbach holte sich danach durch einen klaren 6:1-Sieg gegen Bezirksligist TuS Bisten Rang drei. „Bei einem Turnier mit zwei Saarlandligisten, die zum Masters wollen, können wir mit diesem Platz sehr gut leben“, freute sich SF-Spielertrainer Dominic Selvaggio. Der gastgebende Landesliga-Tabellenführer aus Schaffhausen war im Viertelfinale gegen den späteren Sieger Brebach ausgeschieden (1:7).