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Massenschlägerei mit Kung-Fu-Szenen nach Spiel in Neuweiler

Massenschlägerei mit Kung-Fu-Szenen nach Spiel in Neuweiler

Schätzungsweise 30 Personen sind an einer Massenschlägerei beteiligt. Neun Polizisten rücken in vier Streifenwagen an. Ein Rettungswagen transportiert einen Verletzten ins Krankenhaus ab. Zwei Personen werden wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Das ist das Ergebnis eines Fußball-Spiels in Neuweiler am Sonntag.

In der Landesliga steht es zwischen dem FC Neuweiler und den SF Saarbrücken 4:4, als Schiedsrichter Florian Kern in der Nachspielzeit ein Tor der Gäste wegen einer Abseitsposition nicht anerkennt, wie Zeugen sagen. Kurz darauf erzielen die Saarbrücker wieder ein Tor. Wieder entscheidet Kern auf Abseits. Ein Teil der Gäste-Elf stürmt auf ihn zu, bedrängt ihn. Laut Zeugen soll ein SF-Spieler den Schiedsrichter geschlagen haben. Kern will dazu nichts sagen. Er bestätigt, dass er das Spiel daraufhin in der zweiten von drei Minuten Nachspielzeit abgebrochen hat.

Danach eskaliert die Lage. Es gibt verschiedene Sichtweisen zu dem, was passiert ist. Spieler und Zuschauer beider Seiten stürmen auf das Spielfeld. Es fliegen Fäuste. Es gibt Kung-Fu-Szenen, wie Zeugen berichten. Dann liegt ein Gäste-Spieler am Boden. Er hat erhebliche Kehlkopfverletzungen, wie die Polizei erklärt. Zwei Neuweiler Spieler hätten auf ihn eingeschlagen und, als er am Boden lag, eingetreten. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Verletzte wird stationär im Krankenhaus behandelt. Es besteht laut Polizei keine Lebensgefahr.